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Amazons Dash-Button – sinnvoll oder gefährlich?

Mit dem Dash-Button will Amazon seinen Kunden einen neuen Mehrwert beim Einkaufen bieten. Der kleine Knopf soll es ermöglichen, mit nur einem Druck darauf zur Neige gehendes Waschmittel, Hundefutter oder Rasierklingen nachzubestellen. Mittels WLAN sendet der Dash-Button dann eine Bestellung direkt an Amazon. Amazon selbst empfiehlt, den kleinen Knopf direkt auf das betreffende Gerät oder Produkt zu kleben, so dass man sofort nachbestellen kann, wenn man merkt, ein Verbrauchsartikel geht zur Neige.

Verbraucherschützer kritisieren Dash-Button von Amazon

Was so simpel und einfach klingt, ist es auch. Allerdings sehen gerade Verbraucherschützer nicht nur Vorteile in dem Dash-Button von Amazon. Generell muss der Dash-Button zunächst mit einer App verknüpft werden, die auf dem Smartphone oder Tablet des Kunden installiert werden muss. Jeder einzelne Dash-Button ist dabei immer nur mit einem bestimmten Produkt verknüpft, das auf Knopfdruck nachbestellt werden kann. Wer also die Marke für Waschmittel oder Hundefutter wechseln will, braucht meist auch einen extra Dash-Button. Außerdem können Kunden bei der Bestellung nicht sehen, ob der Preis für das Produkt sich seit der letzten Bestellung verändert hat. Ebenfalls lässt sich nicht einsehen, ob das gleiche Produkt über unabhängige Amazon-Marketplace-Verkäufer nicht doch günstiger erworben werden kann.

Zudem binden sich Kunden mit dem Dash-Button an die Amazon-Produkte. Das heißt, sie kaufen die einmal mittels Dash-Button verknüpften Waren nur noch über Amazon oder dessen Partner. Langfristig kann das für Verbraucher teurer werden, als regelmäßig die Preise und Anbieter zu vergleichen.

Mitgliedschaft bei Amazon Prime für Dash-Button Voraussetzung

Zusätzlich zu beachten ist, dass der Dash-Button derzeit nur für Amazon Prime Kunden zur Verfügung steht. Die Mitglieder im Prime-Programm müssen jedoch jährlich 49 Euro für diese Mitgliedschaft zahlen. Hinzu kommen die Kosten für den Dash-Button, die bei 4,99 Euro liegen. Sie werden zwar bei der ersten Bestellung mit dem Preis verrechnet, so dass der Dash-Button kostenlos ist, jedoch geht damit auch ein erhöhter Druck einher, den Dash-Button tatsächlich zu nutzen. Zudem ist die Auswahl pro Dash-Button auf nur einen Hersteller und auf ausgewählte Produkte und Packungsgrößen beschränkt. Daher sind auf dem Dash-Button auch die jeweiligen Firmenlogos abgebildet.

Ein weiteres Problem, das Verbraucherschützer sehen, besteht in der fehlenden Bestätigung des Kaufs. Wer online Waren bestellt, muss vor Absendung der Bestellung einen eindeutig gekennzeichneten Button mit der Aufschrift „Zahlungspflichtig bestellen“ oder „Jetzt zahlungspflichtig kaufen“ betätigen. Beim Dash-Button entfällt dieser Bestätigungsschritt.

Nicht zuletzt kritisieren die Verbraucherschützer, dass der Dash-Button ein Datensammler sei. Wer diesen nutzt, gibt auch preis, welche Waren er benutzt, welche Packungsgrößen er bevorzugt und in welchen zeitlichen Abständen er diese verbraucht. Dadurch könnten dem Kunden unter Umständen auf diesen zugeschnittene, aber preislich wenig attraktive Angebote und Preise unterbreitet werden.

Quelle: awi