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Mit welcher Airline fliegt man am sichersten?

Das jährliche Jacdec-Ranking hat wieder die sichersten Airlines der Welt bestimmt. Demnach konnte die finnische Fluglinie Finnair 2018 Emirates vom ersten Platz verdrängen.

Der Risikoindex von Finnair lag 2018 bei 93,91 Prozent und damit knapp vor der zweitplatzierten Airline Scoot aus Singapur sowie Norwegian Air Shuttle. Das geht aus dem jährlichen Sicherheitsranking von Jacdec, einem Hamburger Flugsicherheitsbüro, in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtmagazin „Aero International“ hervor.

Emirates erreicht Platz vier

Obwohl im Vorjahr noch auf dem ersten Platz konnte die Airline Emirates nur den vierten Platz erreichen. Platz fünf ging an Air Europa. Insgesamt werden die weltweit 100 größten Airlines untersucht.

Deutsche Airlines schnitten in der Untersuchung eher mittelmäßig ab. Die Lufthansa konnte mit Platz 21 noch den besten deutschen Platz ergattern. Der Risikoindex lag bei 90,97 Prozent. Immerhin konnte sich die deutsche Airline damit um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Platz 25 geht an die Lufthansa-Tochter Eurowings, Platz 41 an Condor. Austrian liegt auf Platz 51 und Swiss auf Platz 60.

Am unsichersten fliegt man dem Ranking zufolge mit Airlines aus Russland, Indonesien und Äthiopien. Trotzdem ist das Fliegen insgesamt sicherer geworden, glaubt man den aktuellen Angaben der Untersuchung. Im letzten Jahr kam es dennoch weltweit zu 562 Todesfällen nach Flugzeugunglücken. Ein Jahr zuvor waren es mit 40 Todesopfern deutlich weniger, allerdings war da die zivile Luftfahrt auch weitestgehend von Unfällen verschont geblieben. Jan-Arwed Richter von Jacdec sprach gar von einem „Ausnahmejahr“ 2018.

Langfristig wird Fliegen immer sicherer

Langfristig sei allerdings ein positiver Trend bei der Sicherheit des Fliegens zu erkennen. Vor 25 Jahren etwa lagen die Todeszahlen im Flugverkehr doppelt so hoch wie heute, obwohl nur ungefähr halb so viele Flüge stattfanden. Statistisch betrachtet, ist demnach das Fliegen in den letzten 25 Jahren vier Mal sicherer geworden. Allerdings kann es niemals eine 100-prozentige Sicherheit geben, so Richter weiter.

Trotzdem gehört das „Fliegen zu den sichersten Verkehrsmitteln überhaupt“. Dieser Meinung schließt sich auch der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) an. Insbesondere im langfristigen Vergleich hat sich demnach die Sicherheit trotz der steigenden Fluggastzahlen deutlich verbessert. Wie die Uno-Luftfahrtorganisation ICAO mitteilte, wurden im letzten Jahr 4,4 Milliarden Passagiere in der Luft befördert – 14 Mal so viele, wie noch 1970.

Statistisch gesehen lag die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen 1970 bei 1:264.000, 2018 nur noch bei 1:7,9 Millionen.

Weitere Erkenntnisse der Jacdec-Studie

Die Jacdec-Studie hat zudem weitere Erkenntnisse geliefert. Demnach ist die Landung die kritischste Phase. Mit 35,6 Prozent kam es hier zu den meisten der 315 ausgewerteten Vorfälle. Der Start folgt mit 14 Prozent. Kurze Flüge sind ebenfalls riskanter als Langstreckenflüge. Grund dafür sind die potenziellen Gefahren durch Start und Landung sowie die Witterungsverhältnisse in Bodennähe. Aber auch kleinere Airports, die auf Kurzstrecken häufiger angesteuert werden und über weniger ausgefeilte Lande- und Anflughilfen verfügen, könnten mit verantwortlich sein.

Quelle: dpa