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Was sind die Gründe für den Rückzug von Motatos aus dem DACH-Raum?
Das Unternehmen betont in der offiziellen Mitteilung, dass es seit dem Start des deutschen Motatos-Onlineshops im Jahr 2020 gelungen ist, rund 300.000 Kunden zu gewinnen. Sie sorgten zuletzt für einen durchschnittlichen Umsatz von rund 35 Millionen Euro pro Jahr. Dabei wurden mittlerweile über 40.000 Tonnen Nahrungsmittel, Drogerieartikel und kleine Konsumgüter vor dem Weg zur Mülldeponie gerettet. Aber trotz der positiven Entwicklung läuft der deutsche Onlineshop von Motatos noch nicht profitabel. Dafür sind „erhebliche Investitionen“ notwendig. Hinzu kommen die aktuellen Probleme durch die allgemeine Marktlage. Deshalb will sich Matsmart als Betreiber der Motatos-Shops künftig auf die Heimatmärkte konzentrieren. Das Unternehmen ist in Schweden ansässig, weshalb das die skandinavischen Länder Finnland, Schweden und Dänemark sein werden.
Mit Motatos entfällt ein Helfer gegen Lebensmittelverschwendung
Viele Lebensmittel, die auf dem Müll landen, stammen aus Überproduktionen oder nicht abgerufenen Beständen im Großhandel. Sie machten innerhalb der Europäischen Union nach offiziellen Statistiken allein rund 22 Kilogramm pro Person aus. In der Regel handelt es sich dabei um einwandfreie Ware, die unter Beachtung aller lebensmittelrechtlichen Vorschriften verkaufsfähig ist. Auf den Aufkauf solcher Produkte hat sich Matsmart spezialisiert und bot zu deutlich reduzierten Preisen auch über die Motatos-Onlineshops in Deutschland, der Schweiz und Österreich an. Auf diese Weise konnten europaweit seit dem Start im Jahr 2014 insgesamt 127.000 Tonnen Lebensmittel, kleine Konsumgüter und Drogerieartikel vor der nicht notwendigen Vernichtung bewahrt werden. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030 mindestens zu halbieren. Umso trauriger ist es, dass mit den Motatos-Shops im DACH-Raum ein wichtiger Helfer wegfällt.
Quelle: Matsmart, Motatos, eurostat

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