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Wie funktioniert das Cashback-System für die Maut in Italien?
Vom Grundprinzip her lässt sich eine Anlehnung an die Entschädigungen im Fluggastrecht sowie im Fahrgastrecht der Eisenbahnen erkennen. Das zeigt ein Blick auf die Staffelung der Höhe der Erstattungen, die bei Verzögerungen durch Autobahnbaustellen gewährt werden. Nachzulesen sind sie beispielsweise in den dazugehörigen AGB des italienischen Autobahnbetreibers Autostrade per l’Italia. Kommt es bei einer Fahrt bis zu 30 Kilometern Strecke auf der Autobahn zu einer von bis zu 10 Minuten, ist bereits eine teilweise Erstattung der Maut fällig. Bei Strecken ab 30 Kilometern ist das ab einer Verzögerung von mindestens 10 Minuten der Fall. Bei Strecken über 50 Kilometern muss die Verzögerung mindestens 15 Minuten betragen, um das Cashback-System für die Maut in Italien nutzen zu können. Allerdings ist zu beachten, dass die Verzögerungen ausschließlich durch Autobahnbastellen verursacht worden sein müssen. Staus durch Unwetter oder Unfälle führen nicht zu einem Anspruch auf eine teilweise oder komplette Erstattung der Maut.
Wie können sich Autofahrer/-innen die Erstattung der Maut holen?
In Italien ist die Zuständigkeit für die Autobahnen auf mehrere Unternehmen verteilt. Dazu gehören unter anderem:
- Autostrade per l’Italia
- Raccordo Autostradale Valle d’Aosta
- Società Autostrada Tirrencia
- Tangenzia di Napoli
Geplant ist deshalb, eine zentrale App bereitzustellen, über die Rückerstattungen der Maut für alle italienischen Autobahnbetreiber beantragt werden können. Der Betreiber Autostrade per l’Italia hat selbst bereits eine App entwickelt, die sowohl für das Betriebssystem Android als auch iOS zur Verfügung steht. Dort ist eine Anmeldung für die Nutzung inklusive der Angabe der amtlichen Kennzeichen der Fahrzeuge erforderlich. Außerdem müssen die Zahlungsbelege für die Begleichung der Maut hochgeladen werden. Über das ASPI-Netzwerk ist es dann möglich, die Fahrzeuge anhand ihrer Kennzeichen an den Zu- und Abfahrten der Autobahnen zu erfassen, was wiederum eine konkrete Berechnung der Verzögerungen ermöglicht. Allerdings funktioniert das derzeit nur für italienische Kennzeichen. Bei Fahrzeugen aus dem Ausland werden die von den Erfassungsgeräten für die Berechnung der Maut gesammelten Daten herangezogen. Gibt es ein solches Gerät (beispielsweise im privaten PKW) nicht, nutzen die Betreiber die Daten, die zeitgleich auf derselben Strecke von erfassten Kennzeichen oder Fahrzeugen mit Mauterfassungsgeräten gesammelt wurden.
Quelle: Autostrade per l‘Italia

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