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Niedrigwasser Elbe: Weiße Flotte Dresden muss erste Fahrten absagen

Raddampfer Gräfin Cosel

Wer Ostsachsen mit den Raddampfern der Weißen Flotte erkunden möchte, sollte sich vorher über die Pegelstände der Elbe in Dresden informieren.

Schon seit einigen Tagen zeigt der Elbepegel Dresden Niedrigwasser an. Inzwischen ist der Pegel bereits so niedrig, dass auch die Tourismuswirtschaft der Region darunter leidet. Viele Gäste kommen nicht nur nach Ostsachsen, um in der Sächsischen Schweiz zu wandern und Städte wie Dresden zu erkunden. Zahlreiche Touristen werden von den Raddampfern der Sächsischen Dampfschifffahrt angelockt. Doch mittlerweile wurden erste Absagen von Fahrten der Weißen Flotte erforderlich.

Welche Fahrten der Weißen Flotte wurden und werden gestrichen?

Bereits am 31. Mai 2026 konnten die Schiffe der Weißen Flotte, die auf der Linie L21 verkehren, die Anlegestellen in Diebar und Radebeul nicht mehr anlaufen. Ab dem 1. Juni 2026 fallen die Fahrten der Linie L21 bis auf Widerruf komplett aus. Dabei handelt es sich um die Linienfahrten „Sächsische Weinstraße“, bei denen eine Tour rund 8 Stunden und 30 Minuten dauert.
Ebenfalls bereits am 31. Mai 2026 mussten die Fahrten der Linien L12 und L31 sowie L32 und L61 gestrichen werden. Auch sie fallen bis auf Widerruf aus. Die Linie L12 lässt sich normalerweise zur Erkundung der Sächsischen Schweiz bis hin zur Festung Königstein vom Fluss her nutzen. Bei den Fahrten mit der Kennung L32 handelt es sich um die „Nationalparklinie“ und bei der Kennung L31 um die „Kleine Elbtallinie“. Die Linie L61 ist zwischen Dresden, Blasewitz und Pillnitz unter dem Motto „Abendliche Schlösserfahrt“ unterwegs und kann wegen des extremen Niedrigwasserstands ebenfalls vorübergehend nicht fahren.

Wie lange ist mit Ausfällen bei der Weißen Flotte Dresden zu rechnen?

Eine genaue Prognose kann dazu nicht abgegeben werden, aber der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass es auch in Ostsachsen am 1. Juni 2026 Regenschauer geben wird. Allzu große Regenmengen dürften dabei jedoch nicht zusammenkommen. Weitere Niederschläge sind für die Nacht vom 2. auf den 3. Juni 2026 angekündigt. In diesem Zeitraum sind auch Starkregenfälle möglich, die allerdings nur kurzzeitig eine Verbesserung beim Elbepegel bringen werden. Danach folgt nach den aktuellen Berechnungen des DWD eine trockene Wärmephase mit der Möglichkeit der Ausbildung kleinflächiger Gewitter. Darauf beruhen auch die Prognosen der sächsischen Umweltdienste, die für die Nacht vom 2. Auf den 3. Juni 2026 einen Anstieg des Elbepegels in Dresden auf 71 bis 73 Zentimeter ausweisen. Dann könnten die meisten Schiffe der Weißen Flotte zumindest vorübergehend wieder planmäßig fahren.

Quelle: Umweltamt Sachsen, DWD, Sächsische Dampfschifffahrt

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