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Beschluss der OPEC+ zeigt noch keine Wirkung

Oil pump jack work on oilfield petroleum extraction

Von der Opec+ wurden weitere Erhöhungen der Förderquoten für Erdöl angekündigt. Sie wirken üblicherweise dämpfend auf die Rohölpreise an den Börsen. Wie ist es aktuell?

Nach dem Wegfall der temporären Senkung der Energiesteuer im Juli 2026 zogen die Kraftstoffpreise in Deutschland deutlich an. Die ersten Erhöhungen wurden von den Betreibern der Trankstellen bereits am 30. Juni 2026 vorgenommen. Nun sorgt eine Mitteilung der OPEC+ für neue Hoffnungen auf sinkende Kraftstoffpreise. Sie sollen durch eine Erhöhung der Fördermengen bei Erdöl bewirkt werden. Es ist nicht die erste Anpassung, die im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 vorgenommen wurde.

In welchem Umfang wird die Förderquote für Erdöl erhöht?

Insgesamt sollen 188.000 Barrel pro Tag als Fördermenge hinzukommen. Umgerechnet sind das knapp 31,8 Millionen Liter pro Tag. Die sieben zur OPEC+ gehörenden Länder haben die Steigerung der Fördermenge ab dem Monat August 2026 beschlossen. Das wurde von der Gemeinschaft der ölfördernden Länder am 5. Juli 2026 offiziell bestätigt. Die größten Anteile zur Erhöhung liefern Saudi-Arabien und Russland mit einem Plus von jeweils 62.000 Barrel. Der Irak erhöht um 26.000 Barrel pro Tag und Kuwait fährt die Tagesproduktion um 16.000 Barrel hoch. Der Rest kommt aus Kasachstan (+ 10.000 Barrel) sowie aus Algerien (+ 6.000 Barrel) und dem Oman (+ 5.000 Barrel). Das Ziel ist es, den aufgrund der Auseinandersetzungen im Nahen Osten belasteten Ölmarkt zu stabilisieren.

Wirkt sich die Ankündigung der OPEC+ bereits aus?

Sowohl bei der der Sorte Brent als auch beim WTI-Erdöl verzeichnete die Börse Frankfurt nach dem Handelsstart zu Wochenbeginn (KW 28/2026) zuerst eine leichte Erhöhung der Rohölpreise, die jedoch sehr schnell ausgeglichen wurde. Kurz nach 9:00 Uhr am 6. Juli 2026 war ein leichtes Minus gegenüber den morgendlichen Startpreisen zu verzeichnen. Allerdings war es mit 0,13 Prozent bei der Sorte WTI und 0,21 Prozent bei der Sorte Brent kaum nennenswert. Eine solche Entwicklung wird von den Börsenhändlern und Börsenanalysten als Seitwärtsbewegung bezeichnet. Sie dürfte sich fortsetzen, solange die Lage im Nahen Osten und hauptsächlich in der Straße von Hormus unverändert bleibt. Das heißt, die Hoffnung auf günstigere Kraftstoffpreise in Deutschland aufgrund der Entscheidung der zur OPEC+ gehörenden Länder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erfüllen.

Quelle: OPEC, Börse Frankfurt

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