Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Hitzewelle in Deutschland: DWD sagt bis zu 41 Grad Celsius voraus

Young couples are wiping sweat after exercising.

Derzeit wird das Wetter in Deutschland von einer Hitzewelle geprägt. Sie wird sich bis zum Ende der Kalenderwoche 26/2026 weiter verstärken.

Schon in den letzten Tagen ächzten die Menschen in Deutschland und in Frankreich unter den Auswirkungen immenser Hitze. In den nächsten Tagen wird sich die Hitzewelle in Deutschland weiter verstärken. Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagen schon ab Donnerstag (25. Juni 2026) stellenweise Tageshöchsttemperaturen von bis zu 41 Grad Celsius voraus. Damit käme Deutschland sogar noch vergleichsweise glimpflich davon, denn in Frankreich wurden bereits um einige Grad höher liegende Temperaturen gemessen. Genau dieses Hoch weiter sich nun ostwärts aus. Es wird dafür sorgen, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Juni 2026 als wärmster Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen wird. Außerdem ist absehbar, dass in Teilen des Landes extreme Niedrigwasserstände auftreten. So berechnet das Landeshochwasserzentrum Sachsen für den Elbepegel Dresden am 26. Juni 2026 gerade einmal noch 52 Zentimeter. Das bedeutet, dass die Weiße Flotte wieder in größerem Umfang Fahrten der beliebten Raddampfer absagen muss.

Wo genau sind die 40 Grad Celsius und mehr zu erwarten?

Der heißeste Bereich am Donnerstag (25. Juni 2026) wird nach den aktuellen Wettermodellen die Region Frankfurt am Main. Für diese Gegend prognostiziert der DWD auch für Freitag (26. Juni 2026) Höchstwerte um die 40 Grad Celsius. Die Höchstwerte am Samstag (27. Juni 2026) werden in einem Streifen von Frankfurt am Main bis Nürnberg erreicht. Aber auch in anderen Regionen ist Schwitzen pur angesagt, denn beispielsweise in Berlin, Dresden, Leipzig und Saarbrücken schafft die Sonne ebenfalls eine Aufheizung von bis zu 39 Grad Celsius. Am Sonntag (28. Juni 2026) erreichen die Temperaturen ähnlich hohe Werte. Ab dem Beginn der Kalenderwoche 27/2026 ist eine leichte Entlastung in Sicht, denn am Montag und Dienstag (29. und 30. Juni 2026) sollen die Höchstwerte nach den derzeitigen Berechnungen „nur noch“ 33 Grad Celsius erreichen. Die Entwicklung ab Mittwoch (01. Juli 2026) gilt derzeit noch als sehr unsicher. Die mögliche Spanne liegt zwischen mäßiger Wärme mit gewittrigen Schauern im Nordosten bis hin zu starker Hitzebelastung und weitergehender Trockenheit im Südwesten.

Wie kommt es zu solchen extremen Hitzewellen?

Verantwortlich für die extreme Hitze in Frankreich und Deutschland ist eine sogenannte Omegalage. Dabei wird ein Hochdruckkomplex von zwei Tiefdruckkomplexen eingerahmt. In der meteorologischen Darstellung ergibt sich insgesamt eine Formation, die wie der griechische Buchstabe Omega aussieht. Ein markantes Kennzeichen einer solchen Formation ist die Standortstabilität. Solche Wetterlagen haben in jüngster Vergangenheit beispielsweise die Dürresommer 2015, 2018 und 2020 in Deutschland sowie den Hitzesommer 2019 in Frankreich geprägt. Auch der überdurchschnittlich warme November 2024 wurde durch eine Omegalage verursacht. Dass für Hitzewellen, die einer Omega-Wetterlage geschuldet sind, auch der Begriff „heat dome“ zum Einsatz kommt, resultiert aus einem rekordverdächtigen Ereignis aus dem Jahr 2021. Damals wurden in Kanada punktuell Höchsttemperaturen von knapp 50 Grad Celsius gemessen. Das laufende Jahr sorgte mit einer Omegalage bereits im März für Rekorde. Sie wurden mit Temperaturen von bis zu knapp 38 Grad Celsius im Südwesten der USA sowie im Nordwesten von Mexiko verzeichnet.

Quelle: DWD, Unwetterzentrale, Landeshochwasserzentrale Sachsen

About Author