Vor 80 Jahren wurde die Verfassung der WHO unterzeichnet. Ihr Anspruch lautet, Gesundheit als Menschenrecht und gemeinsame Aufgabe der Weltgemeinschaft zu fixieren.
Am 22. Juli 1946 unterzeichneten Vertreter von 61 Staaten in New York die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (kurz WHO). Sie entstand aus der Erfahrung zweier Weltkriege und aus der Einsicht, dass Seuchen, Hunger und mangelnde medizinische Versorgung keine Grenzen kennen. In Kraft trat die Verfassung am 7. April 1948. Dieser Tag wird heute als Weltgesundheitstag begangen. Der Leitgedanke der WHO wurde weit gefasst. Gesundheit bedeutet danach nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden.
Die Geschichte der WHO: Meilensteine einer globalen Gesundheitsorganisation
Seit 1948 hat die WHO die internationale Gesundheitsarbeit geprägt. Zu ihren größten historischen Erfolgen zählt die Ausrottung der Pocken, die im Jahr 1980 offiziell bestätigt wurde. Auch Kampagnen zur Bekämpfung von Polio, Tuberkulose, Malaria und HIV/Aids, Impfprogramme für Kinder sowie der Aufbau von Frühwarnsystemen haben Millionen Menschenleben geschützt. Nach der SARS-Krise und weiteren Ausbrüchen wurden die Internationalen Gesundheitsvorschriften gestärkt. 2016 baute die WHO ihr Programm für Gesundheitsnotlagen aus, um schneller auf Epidemien, Naturkatastrophen und humanitäre Krisen reagieren zu können.
Die Aufgaben der WHO: Koordinieren, beraten, Standards setzen
Die WHO ist keine Weltgesundheitspolizei. Sie kann Staaten beraten, Daten sammeln, Risiken bewerten, Leitlinien veröffentlichen und internationale Zusammenarbeit organisieren. Die Organisation kann Empfehlungen erarbeiten, aber die Durchsetzung meist nicht erzwingen. Genau darin liegt ihre schwierige Rolle. Sie muss wissenschaftliche Erkenntnisse bündeln, Vertrauen schaffen und zugleich mit sehr unterschiedlichen politischen Interessen umgehen. Zu ihren Daueraufgaben gehören Krankheitsüberwachung, Impfempfehlungen, Arzneimittelsicherheit, Gesundheitsstatistiken, Notfallhilfe, die Stärkung von Gesundheitssystemen und das Ziel einer allgemeinen Gesundheitsversorgung.
Die Corona- Pandemie war eine Bewährungsprobe und zugleich ein Lernprozess
Die COVID-19-Pandemie machte die Bedeutung und die Grenzen der WHO sichtbar. Anfang Januar 2020 informierte sie über eine Lungenkrankheit unbekannter Ursache. Die WHO veröffentlichte erste technische Hinweise und erklärte am 30. Januar 2020 eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“. Am 11. März 2020 sprach sie bereits von einer Pandemie. Sie koordinierte Lageberichte, notwendige Forschungsmaßnahmen, Schutzempfehlungen und Trainingsangebote. Die Optimierung von Lieferketten und Initiativen wie die Solidaritätsstudie zu Therapien sowie COVAX sorgten für einen gerechteren Zugang zu Impfstoffen. Zugleich wurde die WHO für die Art der Kommunikation, die Abhängigkeit von Mitgliedstaaten und langsame Reaktionen kritisiert. 80 Jahre nach der Unterzeichnung bleibt ihre Verfassung daher Auftrag und Mahnung zugleich. Gesundheit ist nur in globalem Rahmen, unabhängig von politischen Zielen und nur durch die Zusammenarbeit aller Staaten der Welt dauerhaft zu schützen.
Quelle: WHO (Artikel mit KI-Unterstützung erstellt und manuell überarbeitet)
JennyB ist „Baujahr“ 1963. Sie arbeitete zeitweise für die „Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft“. Sie ist sehr vielseitig interessiert und unter dem Namen Jenny Brix schriftstellerisch aktiv.
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