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China dominiert deutschen Markt für Solartechnik

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Aktuelle Statistiken belegen, dass in Deutschland verbaute Solartechnik mehrheitlich aus Importen aus China stammt. Das ist schlecht für die einheimische Wirtschaft.

Die Nutzung solarer Strahlungsenergie wurde in jüngster Zeit in Deutschland kräftig verstärkt. Nach den offiziellen Angaben der Bundesnetzagentur wurde der Spitzenwert der letzten sechs Monate im März 2026 mit einem Nettozubau von 1.551 Megawatt erzielt. Im April 26 lag der Zubauumfang bei 1.285 Megawatt und im Mai bei 1.295 Megawatt. Das wäre eigentlich ein gutes Signal für die Anbieter von Solartechnik in Deutschland, wäre da nicht gleichzeitig die Tatsache, dass mit 86,1 Prozent die überwiegende Mehrheit der verbauten Photovoltaikmodule aus China stammt. Das beweisen offizielle Zahlen, die vom Statistischen Bundesamt zur deutsch-chinesischen Import- und Exportbilanz vorgelegt wurden.

Importe aus China wesentlich höher als Exporte nach China

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 lag der Wert der Importe aus China um rund 42,8 Milliarden Euro höher als der Gesamtwert der deutschen Exporte nach China im gleichen Zeitraum. Gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Jahr 2025 entspricht das einer Steigerung der Importüberschüsse um 9,3 Milliarden Euro. Ein Grund für diese Importüberschüsse ist eine zeitgleiche Reduzierung des Werts der nach China von Deutschland aus exportieren Waren und Dienstleistungen um 14,5 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum.
Zu den bedeutendsten Importgütern aus China zählten sich neben den bereits genannten Photovoltaikmodulen auch mobile Computer, Smartphones und Akkus mit Lithium-Ionen-Technik. Ein Blick auf die Verteilung der Importe von Elektroautos zeigt, dass sich China auch in diesem Bereich zu einem unverzichtbaren Herkunftsland entwickelt. Immerhin stammen mit rund 23,5 Prozent rund ein Viertel aller importierten Elektroautos von dort.

Entwicklung Erzeugerpreise in Deutschland trägt zu Export-Import-Bilanz bei

Ein Blick auf die ebenfalls vom Statistischen Bundesamt zuletzt veröffentlichten Daten zu den Trends bei den Erzeugpreisen in Deutschland offenbart eine Ursache der deutsch-chinesischen Import- und Exportbilanz. China bietet bessere Bedingungen für eine kostengünstige Produktion. Sie resultieren nicht nur aus den Unterschieden bei den Personalkosten, sondern auch aus der Tatsache, dass China über eigene Ressourcen bei Rohstoffen verfügt, die deutsche Unternehmen zu hohen Preisen importieren müssen. Ein Beispiel sind die für elektronische Technik benötigten Edelmetalle. Sie verteuerten sich in Deutschland binnen eines Jahres im rund 44 Prozent. Kupfer und andere metallische Halbzeuge wurden zeitgleich um rund 26 Prozent teurer. Noch immer hohe Energie- und Kraftstoffpreise sowie die allgemeine Inflationsrate zwingen viele Haushalte zum Sparen. Das wiederum bewirkt, dass immer öfter die günstigeren Produkte aus China gekauft werden, obwohl der Kauf einheimischer Produkte die deutsche Wirtschaft und den Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland fördern würde.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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