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Frauenquote in deutschen Parlamenten konstant niedrig

Statistic Graphs

Frauen sind im Bundestag und in den Länderparlamenten der Bundesrepublik Deutschland unterrepräsentiert. Sind dafür demografische Verteilungen verantwortlich?

Die Frauenquote in Parlamenten in Deutschland lag und liegt deutlich niedriger als die Männerquote. Dabei stellt sich die Frage nach den Ursachen. Die demografischen Daten der Bevölkerung können dafür nicht verantwortlich sein. Queer durch alle Altersgruppen kommen in Deutschland 1.027 Frauen auf jeweils 1.000 Männer, wie aus offiziellen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.

Kann die Altersverteilung Ursache für die Frauenquote in Parlamenten sein?

Auch eine genaue Analyse der Unterschiede bei den einzelnen Altersgruppen liefert keine schlüssige Erklärung für die niedrige Frauenquote in den Gemeinderäten, Stadträten, Landtagen und dem Bundestag. Bei den Personen zwischen 18 und 29 Jahren kamen zuletzt 912 Frauen auf 1.000 Männer. Menschen der Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren verteilten sich auf 969 Frauen auf 1.000 Männer. Im Altersbereich ab 50 Jahre zeigt sich ein leichter Frauenüberschuss, der bei Personen ab dem vollendeten 65. Lebensjahr deutlich steigt (zuletzt 1.260 Frauen auf 1.000 Männer). Der unabhängig vom Alter ermittelte bundesweite Durchschnitt würde also eher für eine hälftige Verteilung beider Geschlechter in den Parlamenten sprechen.

Wie hat sich die Frauenquote von den Kreistagen bis zum Bundestag entwickelt?

Bei der Betrachtung der Zeit ab 2015 ist kein Trend zu einer signifikanten Erhöhung der Frauenquote zu erkennen. So lag 2015 der Anteil der Frauen im Deutschen Bundestag bei 36,3 Prozent. Im Jahr 2026 wurde eine Frauenquote von 32,4 Prozent für den Bundestag ermittelt. 2015 waren in den Landtagen der Bundesrepublik Deutschland rund 31,9 Prozent Frauen. Auf 33,4 Prozent bringen es weibliche Abgeordnete in den Landtagen aller deutscher Bundesländer im Jahr 2026. Der Frauenanteil in den Kreistagen und Stadträten stieg von 27,1Prozent im Jahr 2015 auf 30,7 Prozent im Jahr 2026. Dabei präsentieren sich deutliche regionale Unterschiede. Spitzenreiter beim aktuellen Frauenanteil in den Landtagen ist Hamburg mit 48,8 Prozent vor Bremen mit 38,6 Prozent. Den dritten Rang teilen sich Berlin und Schleswig-Holstein mit jeweils 37,7 Prozent. Die Schlusslichter beim Ranking der Frauenanteile in den Landtagen sind derzeit Bayern mit gerade einmal 24,6 Prozent und Sachsen mit 27,5 Prozent. Auch in Sachsen-Anhalt (27,8 Prozent) und Brandenburg (28,4 Prozent) liegt der Frauenanteil deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Das gilt außerdem für Rheinland-Pfalz und Thüringen.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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