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Hitzewelle im Juni 2026 war nach Angaben des DWD insgesamt ein Rekord

Graphic of earth seen from space

In einer Rückschau hat der Deutsche Wetterdienst die Hitzewelle im Juni 2026 in Deutschland untersucht. Sie stellt in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Ereignis dar.

Nach den Angaben des Deutschen Wetterdienstes (kurz DWD) gibt es für die Hitzewelle im Juni 2026 in Deutschland „kein historisches Vorbild in Dauer, Ausdehnung und Intensität“. Das heißt, es handelt sich insgesamt um einen Wetterrekord in Deutschland. Doch auch zahlreiche Einzelrekorde wurden in der Zeit vom 18. bis zum 28. Juni 2026 festgestellt. Das geht aus den Resultaten einer Attributionsstudie hervor. Sie kommt zu dem Schluss, dass ein solches Extremereignis ohne den Klimawandel und die allgemeine Erderwärmung nicht möglich gewesen wäre.

Sommer 2026 stellte eine Vielzahl neuer Rekorde auf

Dazu gehören beispielsweise zwei Wochenrekorde. Über 7 Tage am Stück hinweg lagen die Tageshöchsttemperaturen in bundesweiten Durchschnitt erstmals bei 33 Grad Celsius. Zudem wurden erstmals über eine Woche hinweg nächtliche Durchschnittstemperaturen von 17,5 Grad ermittelt. Der punktuelle Rekord bei den Tageshöchsttemperaturen stammte zuvor vom Juli 2019. Er lag bei 41,2 Grad Celsius und wurde an den Stationen Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen. Auch er wurde im Rahmen der Hitzewelle im Frühsommer diesen Jahres übertroffen. Nordöstlich von Magdeburg (genauer gesagt in Möckern-Drewitz) gab es von einer Messstation die Angabe von 41,8 Grad Celsius. Sie erfolgte am 27. Juni 2026. Doch die Rekorde gab es nicht nur punktuell. Nach den offiziellen Angaben des DWD wurden Im Juli 2026 an 339 der insgesamt 488 betriebenen Messstationen neue Rekorde bei den Nachttemperaturen aufgestellt. 467 Messstationen meldeten entweder neue Allzeitrekorde bei der Tageshöchsttemperatur oder kamen zu dem Schluss, dass der Juni 2026 als Gesamtmonat bisherige Rekorde übertroffen hat.

Deutschland ist auf Hitzephasen schlecht vorbereitet

Der DWD analysierte in der Attributionsstudie auch einige Folgen der Hitzerekorde im Frühsommer 2026. Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (kurz RKI) mehr als 6.000 Todesopfer allein im Zusammenhang mit der Hitzeperiode im Juni 2026 registriert wurden. Auch die Verkehrsinfrastruktur war der Hitzewelle nicht gewachsen. Regional musste der Eisenbahnverkehr und Straßenbahnverkehr eingestellt werden. Auf den Straßen sah es nicht viel anders aus. Stellenweise sind die Hitzeschäden bis heute nicht komplett beseitigt. Die Stromversorgung ist ebenso anfällig, wie zahlreiche Brände in dieser Zeit an Schalt- und Trafostationen beweisen. Hinzu kam die mit der Hitze einhergehende Dürre. Sie sorgte zusätzlich für Waldbrände, niedrige Wasserstände in den Flüssen und Seen sowie als Konsequenz dessen zu Wasserentnahmeverboten mit negativen Folgen für die Landwirtschaft und erheblichen Einschränkungen bei der Flussschifffahrt, die letztlich dafür sorgten, dass das gesetzliche Sonntagsfahrverbot für Lastkraftwagen gelockert wurde.

Quelle: DWD

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