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Anhaltende Dürre wird auch für Verbraucher in Deutschland teuer

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Derzeit bekommt Deutschland durch eine massive Dürre die Folgen des globalen Klimawandels unmittelbar zu spüren. Die Konsequenzen der Lage sind komplex.

Schon jetzt steht fest, dass das Jahr 2026 wird durch die anhaltende Dürre mit einigen Rekorden in die Geschichte eingehen wird. Dazu gehören beispielsweise Rekorde der Flusspegel, unter denen die Wirtschaft massiv leidet, weil sich die Logistikbranche nicht schnell genug darauf einstellen kann. Was bringen die Lockerungen der Sonntagsfahrverbote, wenn nicht genug Fahrzeuge und Fahrer zur Verfügung stehen? Dazu kommen die ohnehin vorhandenen Probleme mit dem maroden Zustand vieler Straßen und Brücken. Diesmal werden auch die Verbraucher die Folgen des Klimawandels unmittelbar zu spüren bekommen.

Rheinpegel erreichen täglich neue Rekorde

Das ELWIS-Projekt der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes wies am Morgen des 14. August 2026 am Pegel Worms einen Stand von minus 19 Zentimetern aus. Das heißt, der Wasserstand ist innerhalb von 4 Tagen um 14 Zentimeter gesunken. Doch wie kann es überhaupt zu einem Minuswert beim aktuellen Pegel kommen? Als Nullpunkt der Pegel wird üblicherweise der natürliche Flussgrund festgelegt. Dabei wird die tiefer ausgebaggerte Fahrrinne nicht berücksichtigt. Ein Minuspegel bedeutet, dass selbst die Fahrrinne nicht mehr vollständig gefüllt ist. Eine solche Situation gab das ELWIS-Projekt am 14. August 2026 mit minus 7 Zentimetern am Rhein auch für den Pegel Oberwinter sowie mit minus 10 Zentimetern für den Pegel Emmerich an. Zeitgleich lag der Rheinpegel Düsseldorf gerade einmal noch bei 2 Zentimetern. An eine normale Schifffahrt ist dabei nicht zu denken und selbst eine eingeschränkte Schifffahrt ist auf einigen Streckenabschnitten nicht mehr möglich.

Lage in Flüssen im Osten Deutschlands ist ebenfalls katastrophal

Im Osten Deutschlands leiden nicht nur die Landwirte und die Logistikwirtschaft unter den Folgen der extremen Niedrigwasserstände. Ein Blick auf den Elbepegel Dresden zeigt, dass all die Salonschiffe und Linienschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt nicht mehr fahren können. Der Elbepegel Dresden lag am Morgen des 14. August 2026 bei gerade einmal 50 Zentimetern. Nach den Berechnungen der Landeshochwasserzentrale auf der Basis der Niederschlagsprognosen des Deutschen Wetterdienstes für die nächsten Tage soll der Pegel schon am 16. August 2026 bei nur noch 44 Zentimetern liegen.

Wie wirken sich die Dürrefolgen auf die Inflationsrate aus?

Derzeit deuten zahlreiche Faktoren auf eine signifikante Steigerung der Inflationsrate hin. Das beginnt bei der notwendigen Verlagerung von Transporten von den Flüssen auf die Straße. Um die gleiche Menge wie auf einem Flussfrachter befördern zu können, sind mehrere Lastkraftwagen erforderlich. Dadurch steigen sowohl die auf eine Einheit des transportierten Guts entfallenden Kraftstoffkosten als auch Personalkosten.
Durch die Dürrefolgen sind bei landwirtschaftlichen Betrieben massive Ernteeinbußen zu verzeichnen. Das wird vor allem die Preise für einheimisches Obst und Gemüse in die Höhe treiben. Hinzu kommen Ernteeinbußen bei Getreide aller Art, was wiederum für eine Erhöhung der Preise für Backwaren sorgen wird. Von Augenzeugen aus Süddeutschland werden „deutlich vermehrte Viehtransporte“ berichtet. Das heißt, die Schlachtquote bei den Tieren steigt. Kurzfristig sorgt das für reduzierte Fleisch- und Wurstpreise, die sich aber später durch ein niedrigeres Angebot von Schlachttieren wieder erhöhen werden. Außerdem ist mit einem Anstieg der Milchpreise zu rechnen, durch den wiederum die Preise für Milchprodukte steigen werden.

Quelle: ELWIS, Landeshochwasserzentrale Sachsen, Bauernverband, Sächsische Dampfschifffahrt, DWD

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