Von den geplanten
Der BVTE geht von deutlich rückläufigem Absatzvolumen aus
Während die Bundesregierung ihre Zahlen danach berechnet, dass es lediglich einen marginalen Absatzrückgang bei Zigaretten, Tabak und Tabakprodukten geben wird, warnt der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (kurz BVTE) vor einem signifikanten Rückgang des Absatzvolumens und damit des daraus erzielbaren Steueraufkommens. Aus dem Verkauf von Zigaretten fielen von Januar bis August 2026 rund 7,42 Milliarden Euro Tabaksteuer an. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet das einen Rückgang um 11,3 Prozent. Er resultiert aus rückläufigen Verkaufszahlen. 2025 wurden in den ersten acht Monaten rund 46,5 Milliarden Zigaretten verkauft. Von Januar bis August 2026 waren es noch 40,6 Milliarden Stück. Dabei spielen gesundheitliche Aspekte genauso eine Rolle wie der Umstieg auf andere Produkte und der Preisanstieg durch die letzte Anhebung der Tabaksteuer. Die bevorstehenden Erhöhungen der Tabaksteuer sieht der BVTE als zu hoch an. Dabei besteht das Risiko eines weiteren Wachstums des Schwarzmarktes, dem Ausweichen auf den grenznahen Tourismus für Einkäufe sowie einem erheblichen Rückgang des legal erzielten Absatzvolumens.
Wie hoch sollen die Erhöhungen der Tabaksteuer ausfallen?
Deutlich wird der Umfang der zu erwartenden Preissteigerungen am Beispiel der Zigaretten. Derzeit liegt der Satz der Tabaksteuer bei 12,28 Cent pro Stück zuzüglich 19,84 Prozent des Kleinverkaufspreises (KVP). Zum 1. Januar 2027 soll die Tabaksteuer auf 13,44 Cent pro Stück plus 20 Prozent des KVP steigen. In der zweiten Stufe (gültig ab Jahresbeginn 2028) fallen 14,65 Cent pro Stück plus 20 Prozent des KVP an. Ab dem 1. Januar 2029 werden 15,97 Cent pro Stück plus 20 Prozent des KVP an. Eine weitere Steigerung auf 17,41 Cent pro Stück zuzüglich 20 Prozent des KVP soll im Februar 2031 folgen. Ähnliche Erhöhungen der Tabaksteuer sind auch für andere Tabakwaren vorgesehen.
Quelle: BVTE, Deutscher Bundestag Drucksache 21/7859

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