Es war von Anfang an klar, dass die
Welchen Aufschlag verursacht das Ende der Senkung der Mineralölsteuer?
Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe (im Volksmund auch Mineralölsteuer genannt) belief sich auf 14,04 Cent pro Liter Benzin und Diesel. Allerdings wird in Deutschland die Mehrwertsteuer auch auf den Anteil anderer Steuern im Produktpreis erhoben. Das heißt, es kommen neben diesen 14,04 Cent Mineralölsteuer noch einmal rund 2,67 Cent Mehrwertsteuer hinzu. Der komplette (steuerbedingte) Aufschlag beläuft sich auf 16,71 Cent, der sich in den Benzinpreisen und Dieselpreisen mit einem Plus von 17 Cent bemerkbar machen wird.
Derzeit (Stand Nachmittag 14. Juni 2026) liegt der Durchschnittspreis pro Liter Diesel in den 100 größten Städten bei rund 1,80 Euro. Zeitgleich kostet ein Liter Super E10 im Schnitt 1,86 Euro. Ausgehend von diesen Preisen würde das Ende der temporären Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe bei Diesel Kosten von 1,97 Euro und bei Super E10 von 2,03 Euro pro Liter verursachen.
Positive Signale für Kraftstoffpreise von den Rohstoffbörsen
Die Ursachen für die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe waren extrem hohe Erdölpreise an den Rohstoffbörsen. Der Spitzenwert bei WTI-Erdöl lag bei 112,95 US-Dollar pro Barrel und stammt von Anfang April 2026. Die Erdölsorte Brent schaffte es zeitgleich auf einen Preis von 118,35 US-Dollar pro Barrel. Solche Werte wurden seither nicht noch einmal erreicht. An der Börse Frankfurt wurde Erdöl der Sorte Brent am 15. Juni 2026 (10:30 Uhr MESZ) zum Preis von 83,54 US-Dollar gehandelt. Für WTI-Erdöl wurden zeitgleich pro Barrel 80,26 US-Dollar verlangt. Allerdings lässt sich diese Preisreduzierung nicht 1 zu 1 auf die Kraftstoffpreise an den Tankstellen herunterrechnen. Der Grund dafür sind die Steueranteile sowie die nahezu unverändert hohen Raffinerie- und Transportkosten. Aktuell gibt es an den Börsen Anzeichen für eine weitere Reduzierung der Erdölpreise, denn der Start in die Kalenderwoche 25/2026 brachte binnen weniger Stunden ein Minus von rund 3,7 Prozent bei Brent und 5,4 Prozent bei WTI. Dabei dürften die Nachrichten zu einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran eine Hauptrolle gespielt haben. Die weitere Entwicklung dieses Nahostkonflikts wird auch entscheidend für die Erdölpreise und daraus abgeleiteten Kraftstoffpreise zum Beginn der Sommerferien 2026 und nach dem Ende der Senkung der Energiesteuer haben.
Quelle: Bundesfinanzministerium, Börse Frankfurt, clever tanken

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