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Kosten für Rettungsfahrten sind drastisch angestiegen

Air rescue service

Im Zuge der Gesundheitsreform mussten an vielen Stellen gestiegene Kosten berücksichtigt werden. Ein Beispiel dafür sind die Aufwendungen für Rettungsfahrten.

Bei den gesetzlichen Krankenkassen machen sich erhebliche Finanzierungslücken bemerkbar. Der Hauptgrund dafür sind signifikante Kostensteigerungen quer durch alle zu erbringenden Leistungen. Wie stark beispielsweise die Kosten für Rettungsfahrten gestiegen sind, geht aus der aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bundestagsabgeordneten der Fraktion Die Linke hervor. Die Fragesteller bemängelten deshalb die derzeitige Praxis der Vergütung von Rettungsfahrten. Sie erfolgt einerseits nicht bundesweit einheitlich und häufig nicht kostendeckend. Deshalb soll mit der sogenannten Notfallreform eine gesetzliche Regelung dieser Vergütung auf Bundesebene zeitnah ins SGB V einfließen.

Wie haben sich die Kosten der Krankenkassen für Rettungseinsätze genau entwickelt?

Quer durch alle Arten von Rettungseinsätzen haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2015 noch rund 3.103,27 Millionen Euro ausgegeben. 2020 lag dieser Betrag bereits bei 4.837,95 Millionen Euro und stieg im Jahr 2025 auf eine Summe von 7.027,45 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 126 Prozent binnen eines Jahrzehnts. Am stärksten fiel in diesem Zeitraum die Kostensteigerung bei den Fahrten der Rettungswagen aus. Dort lag die Summe 2015 noch bei 1.975,84 Millionen Euro und im Jahr 2025 wurden 5.077,80 Millionen Euro verzeichnet. Bei den Einsätzen der Notarztwagen stiegen die Kosten zeitgleich von 935,58 Millionen Euro auf 1.608,75 Millionen Euro. Ähnlich hat sich die Lage bei der Flugrettung mit 191,86 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 340,89 Euro im Jahr 2025 entwickelt.

Trend bei der Zahl der Einsätze liefern keine oder nur teilweise Erklärung

Um eine präzise Beurteilung der Kostenentwicklung vornehmen zu können, müssen diese Daten den Trends bei den Einsatzzahlen gegenübergestellt werden. Deshalb lieferte die Bundesregierung in ihrer offiziellen Antwort auf die Kleine Anfrage auch dazu detaillierte Zahlen. Darin ist allerdings das Jahr 2025 noch nicht berücksichtigt. Lediglich die Anzahl der Einsätze von Rettungswagen hat sich von 5.037.105 im Jahr 2015 nach den Angaben der Bundesregierung auf 6.058.727 Einsätze im Jahr 2024 erhöht. Das erklärt jedoch nur einen geringen Bruchteil der dort verzeichneten Kostensteigerung. Mit 73.129 Einsätzen war die Flugrettung 2024 deutlich weniger häufig als im Jahr 2015 (86.589 Einsätze) unterwegs. Durch die erweiterten Kompetenzen der Rettungssanitäter/-innen ging auch die Anzahl der Einsätze von Notarztwagen von 2.141.156 im Jahr 2015 auf 1.960.934 zurück.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 21/7027

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