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Deutschland: Hoher Anteil Quereinsteiger unter den Lehrkräften

Little girl e-learning on laptop in the classroom at school.

Der Fachkräftemangel betrifft auch Lehrkräfte. Das Bildungssystem in Deutschland kommt ohne Quereinsteiger schon lange nicht mehr aus.

Insgesamt waren an den allgemeinbildenden Schulen in Deutschland rund 752.100 Lehrkräfte im Schuljahr 2024/2025 tätig. Der Anteil der Lehrkräfte ohne Lehramtsprüfung (also der sogenannten Quereinsteiger/-innen) lag zeitgleich bei 11,2 Prozent. Das bedeutet mehr als eine Verdoppelung dieses Anteils innerhalb eines Jahrzehnts. Noch höher lag zeitgleich mit rund 16,7 Prozent der Anteil der Quereinsteiger/-innen unter den Lehrkräften in berufsbildenden Schulen. Das heißt, mehr als 100.000 Lehrkräfte in Berufsschulen und allgemeinbildenden Schulen in Deutschland verfügen nicht über eine pädagogische Ausbildung in Form einer anerkannten Lehramtsprüfung.

Altersstruktur der Lehrkräfte in Deutschland ist ein Alarmsignal!

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamts sind rund 10 Prozent der Lehrer und Lehrerinnen in allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland älter als 60 Jahre. Hinzu kommen weitere rund 25,4 Prozent, die aktuell zwischen 50 und 59 Jahre als sind. Das heißt, in den nächsten beiden Jahrzehnten droht eine drastische Verschärfung des Lehrkräftemangels, wie ein Blick auf die Gegenüberstellung mit den Anteilen jüngerer Lehrkräfte beweist. Derzeit sind in Deutschlands Schulen gerade einmal rund 20,3 Prozent der Lehrkräfte im Altersbereich bis maximal 35 Jahre.
Hinzu kommen deutliche regionale Unterschiede. Die höchsten Anteile der über 60 Jahre alten Lehrkräfte weisen Sachsen-Anhalt mit 19,8 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 19 Prozent und Sachsen mit 18 Prozent aus. Am geringsten ist dieser Anteil mit 7,4 Prozent im Saarland. Der Anteil der Lehrkräfte im Altersbereich zwischen 30 und 40 Jahren ist 33,4 Prozent im Saarland am höchsten. Danach folgen Bremen mit 31,2 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 31 Prozent.

Von Teilzeit zur Vollzeit: Die Fachkräftereserve im Bildungssystem

Unter den Lehrkräften in Deutschland ist der Frauenanteil mit 73,2 Prozent (Schuljahr 2024/2025) sehr hoch. Deshalb muss es auch nicht wundern, dass die Teilzeitquote mit 43,9 Prozent (bundesweiter Durchschnitt) ebenfalls hoch ist. Auch dabei finden sich deutliche regionale Unterschiede. Spitzenreiter bei der Teilzeitquote ist mit 55,4 Prozent Hamburg vor Bremen mit 51,8 Prozent und Baden-Württemberg mit 51 Prozent. Die geringsten Anteile der Lehrkräfte in Teilzeit gibt es mit 23,2 Prozent in Thüringen und 23,8 Prozent in Sachsen-Anhalt sowie mit 29,6 Prozent in Brandenburg. Hier könnten also mit einer Verbesserung der Bedingungen beispielsweise für die Betreuung der Kinder von Lehrkräften eine Reserve angezapft werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt

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