Nach den Vorausberechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll die
DB-Kunden profitieren von einer Sonderkulanz des Unternehmens
Schon seit Donnerstag (25. Juni 2026) bietet die Deutsche Bahn eine Sonderkulanz an, die den Folgen der extremen Hitzewelle in Deutschland geschuldet ist. Wer sein Ticket für Fernreisen bis eischließlich dem 23. Juni 2026 für den Zeitraum zwischen dem 25. Juni 2026 und dem 30. Juni 2026 gebucht hat, kann das Ticket kostenfrei stornieren. Allerdings sind nur Komplettstornierungen und keine Teilstornierungen möglich. Kommt es zu hitzebedingten Störungen im Bahnverkehr, die zu Verspätungen führen, gibt es die Möglichkeit, von einer aufgehobenen Zugbindung der Tickets Gebrauch zu machen. Zu ersten Störungen ist es durch hitzebedingte Ausfälle am rollenden Material nach den offiziellen Angaben der Deutschen Bahn bereits gekommen.
Viele Veranstaltungen wurden wegen der zu erwartenden Rekordtemperaturen abgesagt
Wer am Wochenende das Sommerfest rund um das Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) besuchen wollte, muss sich ein anderes Ausflugsziel suchen, denn es findet wegen der Hitzewelle in Deutschland nicht statt. Das gilt genauso für die Jubiläumsfeier im Volkspark Potsdam. Die Stadtverwaltung Dresden hat aufgrund der hohen Temperaturen angeordnet, dass die Wochenmärkte in der Stadt am 25. und 26. Juni 2026 bereits im 14:00 Uhr ihre Pforten schließen. Anderenorts wurden Sportfeste sowie Fußballspiele aus Rücksicht auf die vermeidbaren Hitzebelastungen der Spieler/-innen sowie der Fans abgesagt.
Einige Städte haben andere Beschränkungen verhängt
In Dresden hat sich die Untere Wasserbehörde bereits am 24. Juni 2026 dazu entschlossen, die Möglichkeiten der Wasserentnahme aus natürlichen Gewässern im Wege einer Allgemeinverfügung zu beschränken. Die Entnahme darf ab sofort weder mit Pumpen noch mit kleinen Gefäßen wie Eimern oder Gießkannen erfolgen. Beachtenswert ist, dass die Beschränkung nicht nur kurzfristig gilt, sondern die Wasserbehörde das Verbot bereits bis Ende Oktober 2026 befristet hat. Die Entnahme von Grundwasser aus Brunnen ist davon aktuell noch nicht betroffen.
Im brandenburgischen Cottbus hat die Stadtverwaltung sich dazu entschlossen, auf den Friedhöfen der Kommune vorübergehend Grablichter in Kerzenform zu verbieten. Auch hier wurde als Begründung die anhaltende Trockenheit und daraus resultierende Brandgefahr angeführt.
Waldbrandgefahr ist immens hoch und wird weiter steigen
Das zum Projekt Copernicus gehörende EFFIS-Programm der Europäischen Union hat bereits zahlreiche Hitzehotspots in Deutschland ausgemacht. Nicht in jedem Fall tobt dort ein Waldbrand, aber an diesen Stellen ist das Risiko für die Entstehung von Waldbränden besonders hoch. Wie schnell das passieren kann, zeigt das Beispiel Neustrelitz. Dort breitete sich am 24. Juni 2026 ein Brand rasend schnell auf eine Fläche von 62 Hektar aus. Problematisch ist die Tatsache, dass es sich dabei um mit Munition belastetes Areal handelt. Feuerwehrleute dürfen es aufgrund der Explosionsgefahr nicht betreten. Deshalb kamen und kommen Löschroboter zum Einsatz.
Quelle: DWD, Deutsche Bahn, Stadtverwaltung Dresden, Stadtverwaltung Cottbus, Feuerwehr Neustrelitz, EFFIS

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