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Schweres Erdbeben in Kolumbien: Retter suchen nach Überlebenden

Ruined house after an earthquake

Ein heftiges Erdbeben erschütterte Kolumbien. Die Schadensbilanz lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Auch die Zahl der Toten und Verletzten erhöht sich noch.

Am Morgen des 10. August 2026 (Ortszeit) traf ein Erdbeben der Stärke 7,4 auf der nach oben offenen Richter-Skala den Westen Kolumbiens. Nach Angaben des kolumbianischen Geologischen Dienstes lag das Epizentrum nahe San José del Palmar im Departamento Chocó, rund 400 Kilometer westlich von Bogotá. Das Epizentrum lag nach den Angaben des USGS in einer Tiefe von etwa 96 Kilometern. Trotz dieser großen Tiefe war das Erdbeben in Kolumbien in vielen Landesteilen deutlich zu spüren. Dazu zählen unter anderem die Städte Bogotá, Medellín, Cali, Pereira, Manizales und Quibdó. Auch aus Nachbarländern wie Ecuador wurden Erschütterungen gemeldet.

Zahl der Todesopfer steigt kontinuierlich an

Die Opferzahlen stiegen im Laufe des Tages rasch. Behörden meldeten mindestens 111 Tote und Dutzende Verletzte. Zugleich wurde befürchtet, dass die Zahl weiter steigen könnte, weil Menschen unter Trümmern vermisst wurden. Das bestätigte sich, denn schon wenig später meldete die Redaktion der Zeitung „La Opinión“ genau wie die Redaktion des Nachrichtensenders CNN 132 Tote. Die Zahl der Verletzten wurde von dort zuletzt mit mindestens 570 Personen angegeben.
Besonders betroffen war Pereira in der Kaffeeregion, wo zahlreiche Gebäude einstürzten. Allein dort sind mindestens 60 Todesopfer zu beklagen. In Cali berichtete der Bürgermeister von mehr als 20 eingestürzten Gebäuden. In Manizales erlitt die Kathedrale schwere Schäden, weil einer der Türme auf das Mittelschiff stürzte. In Bogotá wurden vorsorglich zahlreiche Gebäude evakuiert.

Regierung ruft nach Erdbeben in Kolumbien den Katastrophenfall aus

Präsident Abelardo de la Espriella rief den Katastrophenfall aus und ordnete die Mobilisierung staatlicher Einsatzkräfte an. Rettungsteams, Polizei, Militär und freiwillige Helfer suchten in beschädigten Häusern nach Überlebenden. In mehreren Städten prüften Ingenieure Schulen, Krankenhäuser, Flughäfen und Verkehrsinfrastruktur auf Stabilität. Die Regierung kündigte Hilfen für Betroffene an. Dabei geht es in erster Linie um Notunterkünfte und Unterstützung für Familien, deren Häuser beschädigt oder zerstört wurden. Zugleich warnten regionale Behörden vor weiteren Nachbeben. Sie riefen die Bevölkerung nachdrücklich dazu auf, beschädigte Gebäude nicht zu betreten. Die Warnungen sind berechtigt, denn nach Angaben des USGS gab es bereits Nachbeben mit Stärken von 5,0 auf der Richter-Skala. Für die kommenden Tage stehen die Suche nach Vermissten, die medizinische Versorgung der Verletzten und die Sicherung beschädigter Bauwerke im Mittelpunkt. Erst danach wird sich das ganze Ausmaß der Schäden zuverlässig beziffern lassen.

Quelle: USGS, CNN, La Opinión

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