Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Schweres Erdbeben und Tsunami in Japan: Wie ist die aktuelle Lage?

a-wave-of-green-water-as-the-sun-shines-through-it-2026-03-09-22-30-39-utc, Tsunami

Wieder einmal wurde Japan von einem heftigen Erdbeben getroffen. Außerdem liefen erste Tsunamis auf die Ostküste des Landes auf.

Das Erdbeben in Japan ereignete sich am 20. April 2026 um 10:24 Uhr MESZ vor der Nordostküste im Pazifischen Ozean. Das Epizentrum wurde circa 100 Kilometer nordöstlich der Stadt Miyako in rund 35 Kilometern Tiefe ausgemacht. Nach den offiziellen Angaben lokaler Behörden hatte es eine Stärke von 7,5 und nach den Daten des US Geological Survey (USGS) hatte es eine Stärke von 7,4 auf der nach oben offenen Richter-Skala. Nach den Angaben der Japan Metorological Agency wurden jedoch die Küstenregionen des Inselstaats ebenfalls erschüttert. Dort wurden Stärken gemessen, die stellenweise über 5,0 lagen.

Wie ist die Lage in den Kernkraftwerken in Japan?

Nachdem die Meldungen von zu erwartenden Tsunamis kamen, hatten viele Menschen bereits den Gedanken an die Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011 im Kopf. Damals erreichten die Tsunamiwellen örtlich eine Höhe von bis zu 40 Metern. Beim jüngsten Erdbeben in Japan wurde vor einem Tsunami mit Wellen von circa 3 Metern Höhe gewarnt. Das heißt, die beiden Ereignisse sind nicht miteinander vergleichbar. Zudem wurde nach dem Ereignis von 2011 der Schutz der an den Küsten gelegenen Kernkraftwerke vor den Auswirkungen von Tsunamis verstärkt. Deshalb ist trotz der Meldungen, dass reichlich hundert Haushalte in Japan ohne Strom sind, kein Hinweis auf Schäden an den Atomkraftwerken. Entsprechende Meldungen liegen dazu (Stand 20. April 2026 um 12:30 Uhr MESZ) auch nicht vor. Tsunamiwarnungen für andere Regionen des Pazifiks (beispielsweise Hawaii) wurden zwischenzeitlich aufgehoben.

Welche Schäden hat das Erdbeben in Japan verursacht?

In Japan wurden nach dem Erdbeben mehrere Hochgeschwindigkeitszüge gestoppt. Betroffen sind mehrere Shinkansen-Linien, von denen die Hauptstadt Tokio versorgt wird. Das geschah rein vorsorglich um Unfälle auszuschließen, die durch Schäden oder Unregelmäßigkeiten am Schienensystem verursacht werden könnten. Die Gefahr ist noch nicht vorbei, denn es gab bereits Nachbeben mit Stärken von 5,1 und 5,6. Deshalb warnen die lokalen Behörden auch vor weiteren Tsunamis, die jedoch nicht die Höhe der Wellenfront nach dem Hauptbeben aufweisen dürften. Zudem wird vor weiteren Erdbeben gewarnt. Die Behörden in Japan gehen davon aus, dass einzelne Ereignisse durchaus die Stärke des jetzigen Hauptbebens erreichen können. Auch darüber liegende Stärken können von den Geologen momentan nicht ausgeschlossen werden.

Quelle: USGS, Japan Meteorological Agency

About Author