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Wie ist die Lage in den Kernkraftwerken in Japan?
Nachdem die Meldungen von zu erwartenden Tsunamis kamen, hatten viele Menschen bereits den Gedanken an die Katastrophe in Fukushima im Jahr 2011 im Kopf. Damals erreichten die Tsunamiwellen örtlich eine Höhe von bis zu 40 Metern. Beim jüngsten Erdbeben in Japan wurde vor einem Tsunami mit Wellen von circa 3 Metern Höhe gewarnt. Das heißt, die beiden Ereignisse sind nicht miteinander vergleichbar. Zudem wurde nach dem Ereignis von 2011 der Schutz der an den Küsten gelegenen Kernkraftwerke vor den Auswirkungen von Tsunamis verstärkt. Deshalb ist trotz der Meldungen, dass reichlich hundert Haushalte in Japan ohne Strom sind, kein Hinweis auf Schäden an den Atomkraftwerken. Entsprechende Meldungen liegen dazu (Stand 20. April 2026 um 12:30 Uhr MESZ) auch nicht vor. Tsunamiwarnungen für andere Regionen des Pazifiks (beispielsweise Hawaii) wurden zwischenzeitlich aufgehoben.
Welche Schäden hat das Erdbeben in Japan verursacht?
In Japan wurden nach dem Erdbeben mehrere Hochgeschwindigkeitszüge gestoppt. Betroffen sind mehrere Shinkansen-Linien, von denen die Hauptstadt Tokio versorgt wird. Das geschah rein vorsorglich um Unfälle auszuschließen, die durch Schäden oder Unregelmäßigkeiten am Schienensystem verursacht werden könnten. Die Gefahr ist noch nicht vorbei, denn es gab bereits Nachbeben mit Stärken von 5,1 und 5,6. Deshalb warnen die lokalen Behörden auch vor weiteren Tsunamis, die jedoch nicht die Höhe der Wellenfront nach dem Hauptbeben aufweisen dürften. Zudem wird vor weiteren Erdbeben gewarnt. Die Behörden in Japan gehen davon aus, dass einzelne Ereignisse durchaus die Stärke des jetzigen Hauptbebens erreichen können. Auch darüber liegende Stärken können von den Geologen momentan nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: USGS, Japan Meteorological Agency

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