Das Drama rund um den
Worum geht es in der Baltic Sea Campaign von Sea Shepherd?
Die sogenannten CleanUp-Kampagnen machen ihrem Namen alle Ehre, denn sie zielen darauf ab, Verunreinigungen verschiedener Art aus der Ostsee und der Nordsee zu entfernen. In erster Linie geht es um eine Minimierung der Gefahren, die für Wassertiere von Überresten der in der gewerblichen Fischerei verwendeten Stellnetze, Netzleinen und anderen zurückgebliebenen Ausrüstungen ausgehen. Bei Bootspatrouillen wird nach solchen Hinterlassenschaften gesucht. Falls möglich, werden sie von den Umwelt- und Tierschützern entfernt. Zudem dokumentieren die freiwilligen Helfer von Sea Shepherd die so aufgefundenen Verstöße gegen die geltenden Gesetze zum Schutz der Meere und ihrer Bewohner. Im Rahmen der seit 2017 laufenden Kampagnen rund um die Ostsee und Nordsee sind die Helfer auch an den Stränden beider Meere unterwegs und sammeln dort Unrat aller Art ein. Doch das ist nicht nur im Rahmen der organisierten Kampagnen möglich. Jeder Strandspaziergänger kann sich einen Müllbeutel und eine Greifzange einpacken und bei seinen Wanderungen mit bei der Säuberung der Strände helfen.
Walpopulationen in der Ostsee sind besonders gefährdet
Buckelwale wie Timmy gehören nicht zu den Tieren, die in der Nordsee und Ostsee heimisch sind. Er hat sich lediglich verirrt, was ihn angesichts der neuerlichen Rettungsversuche einer privaten Initiative hoffentlich nicht das Leben kosten wird. Aber die Ostsee beherbergt Schweinswale. Die zu den Meeressäugern gehörenden Tiere sind mit bis zu 2,50 Metern Länge deutlich kleiner als Timmy. Durch die hohe Sterblichkeitsrate als Folge von Verletzungen durch Fischereigerätschaften (insbesondere Stellnetze) sowie das Verenden als unerwünschter Beifang gelten die dort vorhandenen Bestände inzwischen als gefährdet. Die im mittleren Bereich der Ostsee lebende Population wurde Schätzungen zufolge bereits auf weniger als 500 Tiere minimiert. Ein ähnliches Schicksal droht dem Dorsch, für den deshalb im Bereich der lokalen Zuständigkeit der Europäischen Union bereits ein Verbot für den aktiven Fang verhängt wurde.
Quelle: Sea Shepherd

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