Erst das dritte Augustwochenende 2026 sorgte mit nennenswerten Niederschlägen für eine leichte Entspannung. Sie halfen den Feuerwehrleuten bei der Bekämpfung der Waldbrände und sorgten dafür, dass die Waldbrandwarnstufen 4 und 5 nahezu flächendeckend (mit Ausnahme des äußersten Südwestens der Bundesrepublik) aufgehoben werden können. Für den größten Teil der
Bilanz der Apfelernte 2026 in Deutschland wird ein Minus bringen
In der laufenden Saison wird sich die Apfelernte nach aktuellen Schätzungen auf rund 934.000 Tonnen Früchte belaufen. Das sind etwa 52.900 Tonnen Äpfel weniger, als in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt geerntet wurden. Das bedeutet ein Minus von rund 5,4 Prozent. Im Vergleich zum Top-Erntejahr 2025 liegt das Minus sogar bei 17,9 Prozent. Am schlimmsten ist die Situation in Thüringen, wo die Apfelernte in diesem Jahr rund 45,1 Prozent unter dem Schnitt des letzten Jahrzehnts liegt. Baden-Württemberg bleibt mit rund 350.000 Tonnen der Spitzenreiter bei den einheimischen Apfellieferanten. Den zweiten Rang belegt (ebenfalls wie in den letzten Jahren) Niedersachsen mit rund 272.000 Tonnen.
Die Gründe für die unterdurchschnittliche Apfelernte sind überwiegend bei den Wetterextremen zu suchen. Infolge der Trockenheit sind die Äpfel deutlich kleiner als in den letzten Jahren. Die Bäume haben trockenheitsbedingt viele Früchte vorzeitig abgeworfen. Hinzu kommen Schäden durch Hagel, die in einigen Obstbaubetrieben für einen kompletten Ausfall der Apfelernte bewirkt haben.
Erntebilanz für Zwetschen und Pflaumen mit regionalen Unterschieden
Im Durchschnitt wurden pro Jahr im letzten Jahrzehnt rund 44.200 Tonnen Zwetschen und Pflaumen in Deutschland geerntet. Im laufenden Jahr werden es den offiziellen Schätzungen zufolge rund 49.300 Tonnen sein. Das bedeutet ein Plus von 11,5 Prozent oder (anders ausgedrückt) 5.100 Tonnen. Auch bei den Pflaumen und Zwetschen ist Baden-Württemberg mit einem Anteil von rund 24.100 Tonnen der bedeutendste einheimische Lieferant. Auf dem zweiten Rang landet Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von rund 9.900 Tonnen. Während Baden-Württemberg ein deutliches Plus ausweist, ist in Rheinland-Pfalz gegenüber dem Durchschnitt des letzten Jahrzehnts ein Minus von 7,7 Prozent auf.
Quelle: Statistisches Bundesamt

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