Das Statistische Bundesamt hat aktuelle Zahlen zur Entwicklung der
Wie sehen die Zahlen der Kleinkinder in der Tagesbetreuung genau aus?
Ein Minus von 5,6 Prozent im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres wurde bei der Tagesbetreuung für Kleinkinder im Alter von unter 3 Jahren festgestellt. Das heißt, es wurden mit etwa 756.700 rund 44.600 Kleinkinder weniger als im Frühjahr 2025 betreut. Gegenüber dem Stichtag im Jahr 2023 entspricht das einem Minus von 11,7 Prozent.
Das korrespondiert mit der Entwicklung der Zahl der Lebendgeburten in Deutschland. So wurden im Jahr 2021 noch 795.492 Lebendgeburten in Deutschland gezählt. Im Jahr 2022 kamen mit 738.819 Lebendgeburten 56.673 Babys weniger zur Welt. Auch für die Jahre 2023 (692.989 Babys) sowie 2024 (677.117 Babys) und 2025 (654.241 Babys) wurde eine rückläufige Zahl von Lebendgeburten in Deutschland verzeichnet.
Deutliche regionale Unterschiede bei der Kindertagesbetreuung
Bundesweit lag die Betreuungsquote der Kinder unter 3 Jahren bei 37,2 Prozent. Allerdings fallen dabei erhebliche regionale Unterschiede auf. In den westlichen Bundesländern wurde zum Stichtag 31. März 2026 eine Betreuungsquote von 34,1 Prozent ermittelt. Die Betreuungsquote für Kleinkinder in den östlichen Bundesländern lag zeitgleich bei 53,5 Prozent. Allerdings greifen hier andere Ursachen als bei den absoluten Zahlen der betreuten Kleinkinder. So gab es zum Jahresende 2025 für rund 14,2 Prozent der Kleinkinder, deren Eltern eine Betreuung wünschen, keinen geeigneten Betreuungsplatz. Insgesamt fehlen in Deutschland aktuell rund 330.000 Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren.
Dabei unterscheiden sich die Angebote in Deutschland regional sehr stark. Vor allem in einigen westlichen Bundesländern gibt es einen erheblichen Bedarfsüberhang. Allein in Nordrhein-Westfalen wären für eine vollständige Bedarfsdeckung rund 85.000 zusätzliche Kitaplätze für Kleinkinder erforderlich. Das heißt, für rund ein Fünftel aller Kinder, deren Eltern sich eine Tagesbetreuung wünschen, steht kein Betreuungsplatz zur Verfügung. Ähnlich präsentiert sich die Lage auch im Saarland. In den östlichen Bundesländern gibt es dagegen nur eine geringe Lücke. Sollte sich der dort überdurchschnittlich kräftige Rückgang der Geburtenzahlen weiter fortsetzen, wird es sogar zu einem erheblichen Überangebot kommen.
Quelle: Statistisches Bundesamt

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