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Baugenehmigungen liefern gutes Signal für die Baubranche in Deutschland

Male builder painting wall in house under construction

Unternehmen, die sich mit der Errichtung und dem Ausbau von Wohnungen in Deutschland beschäftigen, dürfen auf ein steigendes Auftragsvolumen hoffen.

Die zeitnahe Entwicklung der Baubranche lässt sich unter anderem über den Trend bei der Anzahl der erteilten Baugenehmigungen abschätzen. Dieser Trend sah seit Jahresbeginn 2026 in Deutschland gut aus. Das belegen offizielle Zahlen, die vom Statistischen Bundesamt Mitte April geliefert wurden. Sie enthalten außerdem positive Signale für den Wohnungsmarkt.

Baugenehmigungen mit zweistelligen Zuwachszahlen im Vorjahresvergleich

Normalerweise sorgen steigende Baukosten dafür, dass die Zahl der Anträge auf Baugenehmigungen stagniert. Doch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 zeigte sich ein anderes Bild, denn in allen betrachteten Teilbereichen wurden zweistellige Zuwachsraten bei der Anzahl der erteilten Baugenehmigungen für neue Wohnungen sowohl durch Neubauten als auch durch Um- und Ausbauten erreicht. Das größte Plus wurde mit 25,8 Prozent im Januar und Februar 2026 im Vergleich mit den beiden Vorjahresmonaten erzielt. Außerdem gab es zuletzt 18 Prozent mehr Baugenehmigungen für Wohnraum in Mehrfamilienhäusern sowie ein Plus von 14,2 Prozent für neu zu errichtende Einfamilienhäuser. Damit ergibt sich quer durch diese Teilbereiche ein Durchschnitt von + 17,6 Prozent. Insgesamt wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres Baugenehmigungen für rund 41.700 neue Wohnungen erteilt. Das sind 5.800 Wohnungen mehr, als im Januar und Februar 2025 zusammengenommen genehmigt wurden.

Wie stark haben sich die Baukosten zuletzt erhöht?

Wer derzeit Wohnraum bauen möchte, muss mit höheren Kosten als im vergangenen Jahr rechnen. Sie lagen bei einer konventionellen Bauweise quer durch alle Gewerke und Baumaterialien im Februar 2026 um 3,3 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Auch der Baupreisindex, der den Durchschnittswert des Jahres 2022 als Bezugsgröße heranzieht, wurde mit rund 3,3 Prozent überschritten. Allerdings liegen die Baukosten aktuell sehr deutlich unter den Spitzenwerten, die in Deutschland im Jahr 2022 erreicht wurden. Damals lag der Baupreisindex im zweiten Quartal um 17,4 Prozent über der Bezugsgröße.
Auch der März 2026 präsentierte sich mit Preiszuwächsen bei Materialien, die für den Wohnungsbau erforderlich sind. Binnen Jahresfrist waren beispielsweise die Kosten für Flachglas um 9,7 Prozent und für Roh- und Schnittholz um 6,7 Prozent gestiegen. Der Preisanstieg fiel mit durchschnittlich 1,3 Prozent für Baustoffe und Bauelemente aus mineralischen Stoffen deutlich geringer aus. Etwas günstiger wurde zeitgleich Sanitärkeramik (-0,9 Prozent). Bei diesen Zahlen handelt es sich um die Preisentwicklung im Bereich des Großhandels.

Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS

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