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Zahlen und Fakten rund um die Armutsquote in Deutschland
Im Verlauf des Jahres 2025 verzeichnete Deutschland offiziellen Quellen zufolge eine Armutsquote von 16,1 Prozent, wobei die Verteilung zwischen Männern (15,6 Prozent) und Frauen (16,7 Prozent) einen Unterschied aufweist. Alleinlebende Personen sind mit 30,3 Prozent am häufigsten betroffen. Danach rangieren alleinerziehende Elternteile mit 28,9 Prozent. Insgesamt werden in der Bundesrepublik Deutschland rund 13,3 Millionen Menschen gezählt, deren Einkommen unter den oben genannten Schwellenwerten liegt. Bei rund 4,6 Millionen Menschen sind bereits Auswirkungen der Deprivation zu spüren. Hinter dem Begriff Deprivation verbirgt sich der Fakt, sich etwas finanziell nicht leisten zu können, was sich andere Personen einer vergleichbaren Bevölkerungsgruppe leisten können. Konsequenzen der Deprivation umfassen beispielsweise Teilhabeverluste (kulturelles, gesellschaftliches und sportliches Leben), das Risiko einer Stigmatisierung sowie einer zunehmenden sozialen Isolation. Hinzu kommt die fehlende Möglichkeit, defekte Geräte, Möbel und Kleidung zu ersetzen.
Deutliche demografische und geografische Unterschiede bei der Armutsquote
Zwei Altersgruppen sind besonders stark von der Armut betroffen. Einerseits trifft sie junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren (26,2 Prozent Frauen und 23,6 Prozent Männer) und andererseits Personen mit einem Alter von 65 Jahren und mehr. Zuletzt traf der Begriff Altersarmut auf 21,3 Prozent der Seniorinnen und 17,3 Prozent der Senioren zu. Deutlich größer präsentieren sich die geografischen Unterschiede. Bremen war zuletzt mit 27,5 Prozent das deutsche Bundesland mit der höchsten Armutsquote. Dahinter platzierten sich zeitgleich Sachsen-Anhalt mit 21,3 Prozent und Hamburg mit 18,9 Prozent. Unter dem bundesweiten Durchschnitt lagen Rheinland-Pfalz mit 15,9 Prozent, das Saarland mit 15,5 Prozent und Brandenburg mit 14,7 Prozent sowie Baden-Württemberg mit 13,2 Prozent und Bayern mit 12,6 Prozent. Daran wird eine Ursache deutlich. Bundesländer mit einer hohen Erbschaftsquote und Wohneigentumsquote sind von der Armut weniger betroffen als Bundesländer mit niedrigen Werten in diesen beiden Bereichen.
Quelle: Paritätischer Gesamtverband Forschungsstelle

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