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Waldbrandbekämpfung: Europa rüstet kräftig auf

helicopter extinguishes forest fire on the slope of a fuming mountain, Löschhubschrauber

Die Europäische Union hat beschlossen, die technischen und personellen Kapazitäten für die Bekämpfung von Waldbränden zu verbessern. Das ist auch dringend notwenig.

Die Folgen des Klimawandels sorgen dafür, dass die Effizienz der Waldbrandbekämpfung in Europa signifikant gesteigert werden muss. Allein im Jahr 2025 beläuft sich die Bilanz der Waldbrandschäden auf eine verbrannte Fläche von mehr als einer Million Hektar. Inzwischen sind längst nicht mehr nur die wärmeren Mittelmeerregionen betroffen, sondern auch Deutschland muss sich der Herausforderung der Bekämpfung großer Wald- und Buschbrände stellen. Allerdings bestehen hierzulande zusätzliche Probleme, wie beispielsweise die Bemühungen zur Eindämmung des Flächenbrandes in der Gohrischheide im vergangenen Jahr bewiesen haben. Dort waren nicht nur zeitweise die gefüllten Gastanks eines Biomassekraftwerks und ein Munitionsdepot der Bundeswehr in Gefahr, sondern das brennende Gelände war und ist außerdem noch mit Munition im Boden belastet. Damit ist die Gohrischheide kein Einzelfall. Das wiederum zeigt, dass einer schnellen Bekämpfung von Waldbränden eine enorme Bedeutung zukommt.

Wie will die EU ihren Mitgliedsländern bei der Waldbrandbekämpfung helfen?

Für die Bekämpfung größerer Waldbrände in den EU-Ländern stehen künftig 777 Feuerwehrleute zur Verfügung. Sie stammen aus 14 verschiedenen Ländern und werden in den Regionen stationiert, in denen das Risiko von Waldbränden nach den bisherigen Erfahrungen am höchsten ist. Dabei handelt es sich nach den offiziellen Angaben der EU-Kommission um Frankreich, Griechenland und Italien sowie Portugal, Spanien und Zypern.
Auch die verfügbare Technik wird nach strategischen Aspekten stationiert. Dazu gehören unter anderem 5 Löschhubschrauber und 22 Löschflugzeuge. Deutschland findet sich in der Liste nicht, allerdings stehen von der EU finanzierte beispielsweise bei den Nachbarn Tschechien (2 Löschhubschrauber) und Frankreich (1Löschhubschrauber und 4 Löschflugzeuge) parat, um auch in der Bundesrepublik Einsätze bei der Waldbrandbekämpfung zu fliegen. In Griechenland werden aufgrund der Risikobewertung vier Löschflugzeuge stationiert. Weitere Löschtechnik wird von der EU beispielsweise in Zypern, Italien und Rumänien, in der Slowakei sowie in Spanien und Schweden bereitgehalten.

Ausmaß der Waldbrände weist auch in Deutschland steigende Tendenz auf

Das zeigt ein Blick auf die offiziellen Daten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (kurz BMEL). Der Rekordhalter der letzten 15 Jahre ist das Jahr 2022. Damals wurde durch rund 2.400 größere Waldbrände eine Fläche von 3.058 Hektar in Schutt und Asche gelegt. Den zweiten Negativrang belegt das Jahr 2019 mit rund 1.520 Bränden und rund 2.700 Hektar verbrannter Fläche. Auf dem dritten Negativplatz findet sich das Jahr 2018. Damals wurden durch circa 1.700 Brände rund 2.350 Hektar Land verbrannt.

Quelle: EU-Kommission, BMEL

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