Die Trockenheit und Hitze setzen den Flüssen in Deutschland heftig zu. Großflächig werden Probleme bei der Flussschifffahrt gemeldet. Ein Beispiel ist das
Wann gab es die schlimmsten Niedrigwasserstände am Elbepegel Dresden?
Die Rangliste der extremsten Niedrigwasser führt nach den offiziellen Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde auf der Informationsplattform Undine der 8. Januar 1954 an. Damals wurden rund 22,5 Kubikmeter Wasser als Durchschnitt bei der Durchflussmenge pro Sekunde ermittelt. Das entspricht einem Pegel von gerade einmal noch 2 Zentimetern, nachdem der Nullpunkt des Dresdener Elbepegels im Jahr 1935 auf 103 Meter über dem Meeresspiegel festgelegt wurde. Ein Durchwaten des Flusses war möglich, obwohl in der Fahrrinne 65 Zentimeter Wassertiefe hinzugerechnet werden müssen.
Auf dem zweiten Rang der katastrophalsten Niedrigwasserstände schafft es der 27. Juni 1934. An diesem Tag lag die durchschnittliche Durchflussmenge pro Sekunde offiziellen Angaben zufolge bei 31 Kubikmetern Wasser. Den dritten Rang teilen sich der 15. August 1952 und der 12. August 1947 mit jeweils 35,8 Kubikmetern pro Sekunde.
Was macht die Niedrigwasserstände der Elbe so brisant?
Zu den Leidtragenden gehören landwirtschaftliche Betriebe. Sie dürfen das Elbwasser durch Wasserentnahmeeinschränkungen bis hin zu kompletten Verboten nicht mehr für die Bewässerung ihrer Felder verwenden. Viele Fähren liegen auf dem Trockenen, was sich angesichts der aktuellen Beschränkungen bei der Passage einiger Elbbrücken in Sachsen besonders stark auswirkt. Heftige finanzielle Konsequenzen durch Ausfälle von Fahrten der touristischen Linienschiffe zeigen sich bei der Sächsischen Dampfschifffahrt, auch „Weiße Flotte Dresden“ genannt.
Die Phasen mit extremen Niedrigwasserständen führen dazu, dass die Lastkähne nicht mehr voll beladen werden oder gar nicht mehr fahren können. Die Konsequenz sind höhere Transportkosten und letztendlich höhere Groß- und Einzelhandelspreise. Das zeigt sich gerade sehr deutlich als Folge der Niedrigwasserstände des Rheins an den Kraftstoffkosten. Eine Umlagerung der Transporte vom Fluss auf die Schiene würde eine Mehrbelastung des Schienennetzes bedeuten, bei dem sich ohnehin schon zeigt, dass die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Also bleibt nur die Straße als Ausweg, doch viele Straßen und insbesondere Straßenbrücken sind marode und würden den daraus resultierenden Mehrbelastungen nicht standhalten. Das zeigt sehr deutlich, dass Deutschland den Zeitpunkt für eine erfolgreiche Vorbereitung auf die Folgen des Klimawandels schlichtweg verpasst hat.
Quelle: Informationsplattform Undine, Landeshochwasserzentrale Sachsen

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