Nach den offiziellen Angaben des Statistischen Bundesamts haben sich die
Wo werden die meisten Sojabohnen angebaut?
Die nationale Rangliste bei den Erntemengen führt Bayern an. Von dort stammten zuletzt rund 57,3 Prozent der in Deutschland geernteten Sojabohnen. Auf dem zweiten Rang landete 2025 Baden-Württemberg mit einem Anteil von 18,0 Prozent vor Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von 6,9 Prozent.
Die Rangliste bei den EU-Ländern wurde zeitgleich von Italien angeführt. Von den dortigen rund 297.800 Hektar Anbaufläche stammten rund 1,1 Millionen Tonnen Sojabohnen. Frankreich belegte mit einer Erntemenge von etwa 391.900 Tonnen auf einer Fläche von 150.200 Hektar den zweiten Rang. Beide Länder erzielten gemeinsam circa 53,5 Prozent der in allen EU-Ländern verzeichneten Sojaernte. Deutschland trug mit einem Anteil von 4,7 Prozent nur sehr geringfügig zur gesamten Erntemenge bei.
Die globale Rangliste wurde lange von den USA angeführt. Inzwischen hat Brasilien mit einer Erntemenge von knapp 144,5 Millionen Tonnen Sojabohnen den ersten Platz erobert. Die USA liegen nun mit knapp 119 Millionen Tonnen auf dem zweiten Rang. Ebenfalls zu den Top 3 der bedeutendsten Sojaproduzenten gehört Argentinien mit einer jährlichen Erntemenge von rund 48,2 Millionen Tonnen. Unter den Top 10 finden sich außerdem China, Indien, Paraguay, Kanada sowie Russland, die Ukraine und Bolivien.
Vor allem als Futtermittel spielen Sojabohnen eine wichtige Rolle
Nach den Angaben des Bundeszentrums für Landwirtschaft gehen rund 80 Prozent des gesamten Sojaverbrauchs in Deutschland in die Mühlen. Dort entstehen daraus Sojaöl und Sojaschrot oder Sojamehl. Gerade einmal rund 7 Prozent der Produkte aus Sojabohnen landen am Ende auf dem Speisezettel des Menschen. Der größte Teil des Sojamehls und Sojaschrots dient als Tierfutter. Das Sojaöl ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern dient auch als Zusatzstoff für kosmetische und medizinische Produkte sowie für Biodiesel.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundeszentrum für Landwirtschaft

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