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KFZ-Versicherung: Steigendes Alter wirkt sich auf Beiträge aus

Euro-Banknoten

Viele Haushalte stellen sich die Frage, warum ältere Menschen häufig einen höheren Beitrag für die KFZ-Versicherung als jüngere Menschen zahlen müssen. Wir sind den Ursachen auf den Grund gegangen.

Interessante Zahlen zu den Abhängigkeiten zwischen der KFZ-Versicherung und dem Alter liefern Daten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin). Sie belegen, dass einer der Hauptgründe die Tatsache ist, dass ältere Menschen häufiger in Unfälle verwickelt werden. Zwar untersuchen die Statistiken die Ursachen der mit dem voranschreitenden Alter steigenden Unfallhäufigkeit nicht, aber allein die Logik weist auf einen Zusammenhang mit dem Nachlassen sicherheitsrelevanter Fähigkeiten hin.

Wie sehen die altersabhängigen Zahlen in der KFZ-Versicherung aus?

In Deutschland waren im Jahr 2018 rund 3,1 Millionen Krafträder unterwegs. Sie verursachten knapp 25.200 Schadensfälle für die KFZ-Versicherung. Häufig wird angenommen, dass für die meisten Unfälle mit Krafträdern junge Fahrer mit wenig Erfahrung verantwortlich sind. Doch das ist nicht der Fall. Im Verhältnis zu den anderen Altersgruppen sind Motorradfahrer zwischen 52 und 63 Jahren am häufigsten in Unfälle verwickelt, die über die KFZ-Haftpflichtversicherungen reguliert werden müssen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Unfällen mit Personenkraftwagen. Dort entfielen 2018 nach den BaFin-Daten 890.090 Schadensfälle in der KFZ-Haftpflichtversicherung auf Fahrzeugnutzer im Alter zwischen 42 und 62 Jahren. Außerdem ist ein signifikanter Anstieg der Schadensmeldungen bei Fahrzeugführern ab dem 73. Lebensjahr zu beobachten.

Welche Folgen hat die Steigerung der Unfallhäufigkeit?

Bei älteren Menschen ist das Risiko des Verlusts der durch unfallfreie Jahre erarbeiteten Schadensfreiheitsrabatte deutlich erhöht. Ein Rückfall in der persönlichen Schadensfreiheitsklasse zieht immer teurere Beiträge nach sich. An dieser Stelle gibt es einen zutreffenden Hinweis von Versicherungsexperten. Er lautet: Autoversicherung kündigen und nach einem günstigeren Anbieter umschauen! Die damit erzielbaren Einsparungen sind durchaus sehr lukrativ. Hinzu kommen andere Sparmöglichkeiten. Ein Beispiel wäre der Ersatz einer nicht mehr lohnenswerten Vollkaskoversicherung durch eine Teilkaskoversicherung. Jedoch sollten sich die Betroffenen über die Konsequenzen einer solchen Reduzierung des Deckungsumfangs der Kaskoversicherung im Klaren sein.

Bei der KFZ-Versicherung Kosten durch Bundle-Rabatte sparen

Der erste Anlaufpunkt bei der Suche nach einer günstigeren Haftpflicht Police sind heute die Vergleichsportale im Internet. Dort punkten in der Regel die Direktversicherungen und reinen Online-Anbieter. Doch es kann durchaus auch lohnenswert sein, sich von den Versicherungsgesellschaften Angebote zu holen, bei denen bereits Policen aus anderen Bereichen platziert wurden. Zahlreiche Versicherungen bieten nämlich einen „Mengenrabatt“, wenn dort mehrere Versicherungsarten kombiniert werden. Die sogenannten Bundle-Rabatte bringen stellenweise eine Ersparnis von mehr als 10 Prozent bei den Beiträgen für alle dort zusammengefassten Policen. Das heißt, der durch die Rückstufung beim Schadensfreiheitsrabatt anfallende Mehraufwand bei der KFZ-Versicherung lässt sich im besten Fall durch die Bundle-Rabatte für andere Versicherungsarten vollständig kompensieren. Fazit: Es lohnt sich, ein wenig Zeit in die Suche nach einer guten KFZ-Haftpflichtversicherung und Kaskoversicherung zu stecken.

Quelle: BaFin, Konditionen verschiedener Versicherungsgesellschaften