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Chemnitz: Am 14. Juni 2020 eventuell umfangreiche Evakuierung notwendig

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Rund 22.000 Bürgerinnen und Bürger müssen sich auch eine mögliche Evakuierung in Chemnitz vorbereiten. Sie könnte am 14. Juni 2020 im Großraum rund um den Sonnenberg notwendig werden.

Der Hinweis auf eine bevorstehende Evakuierung in Chemnitz geht aus einer Pressekonferenz und einer offiziellen Meldung der Stadtverwaltung auf der Homepage der sächsischen Metropole hervor. Nach ersten Einschätzungen könnte es dort die umfangreichste Evakuierung seit dem Ende des II. Weltkriegs werden. Ursache ist der Fund eines verdächtigen Gegenstands aus Metall im Rahmen von Bauarbeiten. Derzeit gehen die Experten davon aus, dass es sich dabei um eine Bombe aus dem II. Weltkrieg handeln könnte.

Welche Regionen in Chemnitz müssen sich auf eine Evakuierung einstellen?

Der Fundort des verdächtigen Metallobjekts ist die Jacobstraße 20 im Stadtteil Sonnenberg. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Radius der Evakuierungen in Chemnitz etwa einen Kilometer rund um die Fundstelle betragen. Das heißt, auch Teile des Lutherviertels und des Stadtzentrums sind betroffen. Sollten die Experten für die Kampfmittelentschärfung anrücken müssen, wird es auch zu massiven Einschränkungen am Hauptbahnhof Chemnitz, denn er liegt im Grenzbereich der geplanten Sicherheitszone. In dieser Zone befinden sich außerdem mehrere Kindertagesstätten und Schulen. Das ist einer der Gründe, aus denen sich die Stadtverwaltung zur Durchführung der Beseitigungsmaßnahmen am Sonntag entschlossen hat. Wird die Evakuierung in Chemnitz notwendig, greift sie am 14. Juni 2020 ab 8:00 Uhr. Allerdings sollten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger beachten, dass es bereits ab 7:00 Uhr zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr kommt. Informationen dazu sind zeitnah auf der Homepage der CVAG abrufbar.

Evakuierung in Chemnitz durch Coronaschutz erheblich erschwert

Zu „normalen“ Zeiten können bei solch umfangreichen Evakuierungen zentrale Stellen als Notunterkünfte beispielweise in Turnhallen und Schulen eingerichtet werden. Die Stadtverwaltung Chemnitz steht jedoch vor einer besonderen Herausforderung, denn sie muss die derzeit bundesweit und in Sachsen noch gültigen Beschränkungen und Abstandsgebote zur Begrenzung der Ausbreitung von COVID-19 beachten. Das ist ebenfalls einer der Gründe dafür, dass zwischen dem Fund und der Untersuchung samt eventueller Entschärfung mehrere Tage vergehen. Derzeit entwickeln die Experten Konzepte für den Transport und die Unterbringung der Bewohner der Pflegeheime in der geplanten Sicherheitszone. Betroffen davon ist beispielsweise die Seniorenresidenz „Pro Civitate“ in der Augustusburger Straße.

Quelle: Stadtverwaltung Chemnitz