Vereine der Fußball-Bundesliga: Hannover 96

strong>Hannover 96 gehört zu den deutschen Fußballmannschaften, die nicht durchgängig in der Fußball-Bundesliga aktiv waren. Die Geschichte der Kicker ist von mehreren Auf- und Abstiegen geprägt. Das ist ein Grund, warum sich der Verein seit 2014 verstärkt um die Förderung des eigenen Nachwuchses engagiert.

Für die Verwaltung der Profikicker von Hannover 96 ist die Hannover 96 GmbH & Co. KGaA zuständig. Dort ist der im April 1896 gegründete Sportverein mit einer eigens dafür gegründeten Tochtergesellschaft als Komplementär vertreten. Das Heimatstadion der Profikicker ist die HDI-Arena (früher Niedersachsenstadion genannt), die Platz für bis zu 49.200 Zuschauer bietet. Die Profi-Fußballer laufen bei Heimspielen in rot-schwarzen Trikots und bei Auswärtsspielen in grün-schwarzen Trikots auf. Als Alternative stehen weiße Trikots mit grünen und schwarzen Streifen zur Auswahl.

Die frühe Geschichte des Sportvereins Hannover 96

Der heutige Name des aktuell rund 21.000 Mitglieder zählenden Sportvereins geht auf das Gründungsdatum (12. April 1896) zurück. Gegründet wurde der Club unter dem Namen Hannoverscher Fußball-Club von 1896. Obwohl er sich von Beginn an Fußballclub nannte, war Rugby der anfängliche Schwerpunkt. Echtes Fußballspiel hielt erst drei Jahre nach der Gründung Einzug. Im Jahr 1902 schloss sich der Verein mit dem FV Germania zusammen. Im Jahr 1913 folgte eine Fusion mit dem BV Hannovera. Die ersten Spiele wurden auf der Radrennbahn am Pferdeturm ausgetragen. Zu Beginn der Vereinsgeschichte profitierte Hannover 96 vor allem von den Erfahrungen von Ferdinand Wilhelm Fricke, der bis heute als einer der Pioniere des Rasensports gilt.

Zu den frühen Erfolgen von Hannover 96 gehört die deutsche Meisterschaft im Jahr 1938. Die Neuordnung nach dem II. Weltkrieg brachte die Kicker 1947 in die Oberliga, wo sie allerdings bereits nach einer Saison wieder ausschieden. Die Rückkehr wurde 1949 durch den Ausschluss von Holstein Kiel möglich. Nach der Verpflichtung des Trainers Helmut Kronsbein berappelte sich die Mannschaft und holte 1954 den Sieg in der norddeutschen Fußballmeisterschaft mit einem 5 zu 1 gegen den eigentlich als Favoriten gehandelten Gegner 1. FC Kaiserslautern.

Hannover 96 und die Startschwierigkeiten in der Fußball-Bundesliga

Als 1963 die Fußball-Bundesliga neu gegründet wurde, musste sich Hannover 96 nur sehr knapp dem der Braunschweiger Eintracht geschlagen geben. Das sorgte für heftige Diskussionen und ist bis heute eine der Hauptursachen der direkten Rivalität zwischen beiden Fußballvereinen. Doch die Hannoveraner schafften es allein durch ihre sportlichen Leistungen, bereits in der zweiten Saison in der Fußball-Bundesliga anzutreten. Gleich die erste Spielzeit katapultierte sie bis ins vordere Drittel der Fußball-Bundesliga-Tabelle. Einen erheblichen Beitrag dazu leisteten die neu verpflichteten Spieler Heiner Klose, Jürgen Bandura und Karl-Heinz Mühlhausen. Doch die vorderen Platzierungen konnte Hannover 96 nicht halten. Bereits die Saison 1965/1966 wurde lediglich mit einem 12. Platz beendet. In der Saison 1973/1974 misslang der Kampf gegen den Abstieg.

Bis 1985 mussten die Kicker von Hannover 96 in der 2. Bundesliga antreten. Danach schloss sich eine Phase der „Fahrstuhlfahrt“ zwischen der 1. und 2. Bundesliga an. Von 1989 bis 1996 blieben die Hannoveraner durchgängig in der 2. Bundesliga. Darauf folgte ein Abstieg in die Regionalliga Nord. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga gelang in der Saison 1997/1998. Nach mittleren Platzierungen holte sich Hannover 96 im Jahr 2002 zum Saisonende den Spitzenplatz und durfte wieder in der 1. Fußball-Bundesliga antreten.

Seitdem ist Hannover 96 durchgängig in der 1. Fußball-Bundesliga vertreten, muss aber mit steter Regelmäßigkeit gegen einen möglichen Abstieg kämpfen. Besonders kritisch wurde es in der Saison 2009/2010. Diese Spielzeit wurde durch den Suizid des Torwarts Robert Enke überschattet. Durch diese Belastung und die Entlassung des Trainers lieferte das Team in einem Dutzend Spielen keine guten Ergebnisse. Der Klassenerhalt konnte kurz vor Saisonende mit drei Siegen gegen Schalke 04, die Kicker aus Mönchengladbach und den VfL Bochum im letzten Moment gesichert werden.

In den folgenden Spielzeiten gelang den Hannoveranern sogar der Sprung in die erste Tabellenhälfte. Das änderte sich allerdings ab der Saison 2013/2014. In der Spielzeit 2016/2017 mussten die niedersächsischen Kicker sogar wieder in der 2. Bundesliga antreten. Dort holten sie sich den 2. Platz und kehrten in der Saison 2017/2018 in die 1. Fußball-Bundesliga zurück und wurden von André Breitenreiter als Cheftrainer betreut. Als Co-Trainer agierten Volkan Bulut und Asif Saric. Die Torhüter werden von Jörg Sievers trainiert.

Wer sind die bekanntesten Spieler von Hannover 96?

Zu den bedeutendsten Spielern des niedersächsischen Vereins gehärt Peter Anders. Er absolvierte insgesamt mehr als 450 Bundesliga-Spiele und schoss dabei 27 Tore. Der ehemalige Torhüter Robert Enke kam bei 164 Bundesliga-Spielen zum Einsatz. Ebenfalls mehr als hundert Spiele für Hannover 96 absolvierten beispielsweise Walter Rodekamp, Hans Siemensmeyer, Jiri Steiner, Reiner Stiller, Didier Ya Konan, Willi Reiman, Steven Cherundolo und Jürgen Bandura. Die bisher erfolgreichsten Bundesliga-Torjäger des Teams sind Hans Siemensmeyer, Didier Ya Konan, Willi Reimann, Mohammed Abdellaoue, Peter Anders und Peter Dahl, um nur einige Beispiele zu nennen.

Quelle: hannover96.de