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Streik bei KiK geht am Montag in die nächste Runde

Die Streiks in Deutschland nehmen kein Ende. Ob bei der Deutschen Bahn oder der AWO – überall wird gestreikt. Und auch beim Streik bei KiK scheint kein Ende in Sicht. Wie die Gewerkschaft Verdi am Freitag mitteilte, sind ab Montag im nordrhein-westfälischen Bönen weitere Streiks beim Textildiscounter geplant.

Die Tarifkommission hatte bereits am Freitagmittag den Weg für eine zweite Streikwoche klar gemacht. Allerdings wolle man von Tag zu Tag entscheiden, wie es mit den Streiks weiter geht. Die ersten Streiktage, die vom 17. bis 21. November stattfanden, hatten bereits 200 Mitarbeiter im KiK-Zentrallager dazu veranlasst, ihre Arbeit niederzulegen. Das ist mehr als die Hälfte der Festangestellten, so die Gewerkschaft. Damit könnten viele Läden gar nicht bzw. nur zum Teil beliefert werden.

Streik bei KiK kann noch lange weiter gehen

Die Verdi-Streikleiterin Christiane Vogt erklärte dann auch, dass man einen langen Atem habe. Die Arbeitsniederlegungen könnten solange andauern, bis ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen sei, bestätigte sie am Freitag.

Für den Textil-Discounter ist das besonders im Vorweihnachtsgeschäft hart, denn das Zentrallager in NRW beliefert nicht nur sämtliche Filialen in Deutschland, sondern auch in Osteuropa. Ziel der Gewerkschaft ist es hingegen, die Anerkennung des NRW-Einzelhandels-Tarifvertrags auch für die KiK-Logistik-Beschäftigten durchzusetzen. Im Schnitt könnten diese am Ende des Monats damit über 350 Euro mehr in der Tasche haben. Das aktuelle Zahlungsmodell von KiK basiert nach Gewerkschaftsangaben auf Lohndumping und niedrigen Sozialstandards. Dagegen müsse man zwingend vorgehen.