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Stiftung Warentest stellt elektrische Zahnbürsten auf den Prüfstand

Die elektrische Zahnbürste ist zweifellos auf dem Vormarsch, auch Zahnärzte empfehlen sie immer häufiger. Kein Wunder, dass sich das Angebot in den letzten Jahren massiv ausgebreitet hat. Doch die Unterschiede in Preis und Qualität sind enorm, wie jetzt Stiftung Warentest herausgefunden hat.

Wie gründlich wird Zahnbelag von elektrischen Zahnbürsten entfernt?

In dem jüngsten Test ging es unter anderem darum, wie gründlich der Zahnbelag mit elektrischen Zahnbürsten entfernt wird und ob die getesteten Modelle auch den Belastungen im Dauertest standhalten können. Insgesamt zehn elektrische Zahnbürsten hat Stiftung Warentest untersucht. Diese gehörten zu den oszillierend-rotierenden Bürsten mit runden Köpfen, die in Halbkreisen hin- und her schwingen, zu den zusätzlich pulsierenden oder schallaktiven elektrischen Zahnbürsten, die mit eher länglichen Köpfen versehen sind.

Zwar reinigen auch die schallaktiven Zahnbürsten nicht wirklich mit Schall, sondern vielmehr durch Vibrationen des Bürstenkopfs, dennoch werden sie als Schall-Zahnbürsten verkauft. Bei der Reinigungsleistung gab es bei den einzelnen Systemen keine klaren Vorteile zu erkennen. Bei der Rundkopfbürste muss aber jeder Zahn einzeln gereinigt werden, während die Schall-Zahnbürsten größere Flächen bearbeiten können. Daher raten die unabhängigen Tester dazu, die passende elektrische Zahnbürste entsprechend dem individuellen Putzverhalten auszuwählen. Wer ohnehin seine Zähne sehr akribisch putze, solle auf Rundkopfbürsten setzen.

Die preislichen Unterschiede der getesteten elektrischen Zahnbürsten waren ebenfalls massiv. Zwischen 18 und 179 Euro wurden pro Modell verlangt. Auch die Folgekosten sind nicht außer Acht zu lassen, denn jede elektrische Zahnbürste benötigt Energie, etwa in Form von Batterien oder einem Akku, der am heimischen Stromnetz aufgeladen werden kann. Problematisch bei Akku-Modellen: Der Akku lässt sich in der Regel nicht austauschen. Ist er defekt, muss ein komplett neues Gerät gekauft werden. Folgekosten entstehen auch durch die Ersatz-Bürstenköpfe, die teilweise sehr kostenintensiv sind. Da aber die Bürstenköpfe spätestens alle drei Monate ausgetauscht werden sollten, kann die elektrische Zahnbürste schnell zur Kostenfalle werden. Im Schnitt kosten die Ersatzköpfe zwischen 1,60 und 7,50 Euro pro Stück.

Elektrische Zahnbürste Braun Oral-B Pro 3000 wird Testsieger

Im aktuellen Test hat die Braun Oral-B Pro 3000 Rundkopfbürste, die mit Akku betrieben wird und rotierende Bewegungen vollzieht am besten abgeschnitten. Es reichte für die Note „gut“ (1,7). Allerdings ist das Gerät mit 76 Euro Anschaffungspreis auch nicht ganz günstig. Auf Platz zwei folgte ebenfalls mit der Note „gut“ (1,9) die akkubetriebene Braun Oral-B 600 mit rotierenden Bürsten, die mit 29 Euro deutlich günstiger ist. Das gleiche Ergebnis erreichte auch die vibrierende Philips Sonicare FlexCare Platinum 6 series. Allerdings ist sie mit 152 Euro sehr teuer in der Anschaffung.

In den Test mit einbezogen wurden auch Geräte, die bereits in den letzten Jahren untersucht worden. Der Testsieger aus den vergangenen Jahren, die rotierende Braun Oral-B Vitality Precision Clean, schnitt damals mit der Note „gut“ (1,5) ab. Damit setzte sich die akkubetriebene Rundkopfbürste, die für erstaunlich günstige 19 Euro erhältlich ist, auch gegen die jetzt getesteten Modelle durch.

Quelle: awi