Hochmoselquerung nach acht Jahren fertiggestellt

Aktuell ist die Hochmoselquerung in Rheinland-Pfalz das größte Brückenbauprojekt Europas. Nach acht Jahren Bauzeit ist die 1,7 Kilometer lange und 160 Meter hohe Brücke nun fertiggestellt.

Der Bauaufseher beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Christoph Schinhofen, freut sich, dass die Hochmoselquerung bei Zeltingen-Rachtig fertig ist. Lediglich ein „Teil der weißen Fahrbahnmarkierung“ fehlt noch. Das Megabauwerk spannt sich im Kreis Bernkastel-Wittlich über das beeindruckende Moseltal.

Verkehrsfreigabe bereits in einer Woche

Derzeit gilt die Hochmoselquerung als größtes Brückenbauprojekt Europas. Für die kommende Woche ist die Verkehrsfreigabe geplant. Zuvor steht jedoch noch eine „Jungfernfahrt“ eines Politikerkonvois an. Diese ist für den angesetzt.

Am , soll es zum Abschluss der Bauarbeiten auch noch ein Bürgerfest auf der Brücke geben. Die Anwohner haben dann die Gelegenheit, die Megabrücke noch einmal ohne Verkehr zu erleben, so Bianca Waters, Ortsbürgermeisterin von Zeltingen-Rachtig.

Die Hochmoselquerung – Nur ein Teilabschnitt

Allerdings ist die Hochmoselquerung nur ein kleiner Teil der insgesamt 25 Kilometer langen Strecke auf der B50 zwischen Eifel und Hunsrück. Seit 2011 wird an der Brücke gebaut, seit dem Sommer 2014 hat man Stahlträger für den Überbau über die Pfeiler geschoben. 2018 folgte der Brückenschlag, im Frühjahr und Sommer 2019 kamen schließlich die Asphaltarbeiten.

In Deutschland ist die Hochmoselbrücke nun die zweithöchste Brücke. Den ersten Platz belegt die Kochertalbrücke, die bis zu 185 Meter hoch ist und in Baden-Württemberg liegt. Allerdings war und ist die Hochmoselbrücke heftig umstritten. Kritiker geben an, dass sie das Landschaftsbild zwischen den Weinorten Ürzig und Rachtig störe. Ebenso kamen Zweifel an ihrer Standfestigkeit auf.

Darüber hinaus kam es im Laufe der Bauarbeiten zu Kostensteigerungen. Aktuell geht man von Gesamtkosten des Projekts von 483 Millionen Euro aus. Die Brücke selbst soll 175 Millionen Euro gekostet haben.

Quelle: dpa