Flüge sind etwas pünktlicher geworden

Im letzten Jahr herrschte an den Flughäfen echtes Chaos und zahlreiche Verspätungen waren an der Tagesordnung. Nach einer ersten Bilanz der Deutschen Flugsicherung hat sich die Lage mittlerweile entspannt und die Flüge sind pünktlicher geworden.

Der Sommer 2018 war an deutschen Flughäfen ein einziges Chaos. Lange Schlangen bildeten sich in den Terminals, es kam zu schier endlosen Verspätungen. Jetzt konnte die Deutsche Flugsicherung (DFS) in ihrer Halbjahresbilanz feststellen, dass sich die Lage entspannt hat.

Durchschnittliche Verspätung von zwölf Minuten

Demnach ist die durchschnittliche Verspätung pro Flug von 14,1 auf zwölf Minuten zurückgegangen. Das geht aus dem Bericht der DFS in Langen bei Frankfurt hervor. Dabei wird in Ursprungsverspätungen und nicht mehr zu beeinflussende Folgeverspätungen unterschieden. Erstere kamen auf 6,9 Minuten, letztere auf 5,1 Minuten.

Wie aus Zahlen der europäischen Flugsicherungsagentur Eurocontrol hervorgeht, haben die Fluggesellschaften mit 3,2 Minuten nahezu die Hälfte der Ursprungsverspätungen verursacht. Die Flughäfen waren für 1,3 Minuten dieser Verspätungen verantwortlich.

Die Flugsicherungen, die nach dem chaotischen Sommer des letzten Jahres heftig kritisiert wurden, haben 1,1 Minuten Verspätungen verursacht. Im letzten Jahr lagen sie noch bei 1,5 Minuten.

Wie kam es zur Verbesserung der Pünktlichkeit?

Die DFS hat auch untersucht, welche Gründe zur verbesserten Pünktlichkeit der Flüge führten. Einerseits haben die Airlines mehr Flieger und Crews als Reserve vorgehalten. Andererseits haben auch die Flughäfen ihr Personal aufgestockt. Zusätzlich haben die Flugsicherungen besonders stark frequentierte Luftraum-Sektoren entlastet und Flüge umgeleitet.

Der deutsche Luftraum gilt in diesem Zusammenhang als besonders stark belastet. Aufgrund der ergriffenen Maßnahmen gingen hier die Flugbewegungen entgegengesetzt dem europäischen Trend um 0,8 Prozent zurück.

Quelle: dpa