Filmfestival Cannes 2017 auf hohem Niveau abgesichert

Die Terrorangriffe in Nizza und Paris haben bei den französischen Sicherheitsbehörden deutliche Spuren hinterlassen, die sich jetzt auch auf die Sicherheitsmaßnahmen beim Filmfestival Cannes 2017 auswirken. Die Stadt an der Mittelmeerküste hatte sich schon monatelang darauf vorbereitet, indem Bürger als private Patrouillen geschult und mechanisch wirksame Sperren installiert wurden. Als am 16. Mai 2017 die ersten hochkarätigen Gäste ankamen, wurden die konkreten Sicherheitskonzepte präsentiert.

In Cannes kommt ein modernes Sicherheitskonzept zum Einsatz

Terrorattacken können nicht nur vom Boden ausgeführt werden. Die Sicherheitsbehörden in Frankreich berücksichtigen bei der Absicherung des Filmfestival Cannes 2017 auch die Tatsache, dass potentielle Terroristen auch Drohnen für ihre Attacken nutzen könnten. Eigens dafür wurde ein Drohnen-Abwehr-System installiert, welches bereits in Paris erfolgreich getestet wurde. Zusätzlich wurde um den kleinen Flughafen Cannes eine Flugverbotszone eingerichtet. Auch die Seeseite von Cannes wurde gesichert. Die Schutzzone reicht von der Isle Sainte Marguerite bis nach Palm Beach. Das gaben David Lisnard, der Bürgermeister von Cannes, und Pierre Lescue, der Präsident des Filmfestivals Cannes, in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt.

Was müssen Besucher des Filmfestivals Cannes 2017 noch wissen?

Die Stadt wurde in vier Sicherheitszonen eingeteilt. Das Palais, welches als wichtigste Eventlocation genutzt wird, ist nur mit Zugangsbeschränkungen zu erreichen. Die Chauffeure der Prominenten müssen ihre voraussichtliche Ankunft täglich melden. Um die Sicherheit auf einem hohen Niveau zu gewährleisten, werden auch die Fahrzeuge der VIPs von den Sicherheitskräften kontrolliert. Die Promis selbst müssen sich 2017 damit anfreunden, für den Zugang ein Metalldetektor-Tor passieren zu müssen. Kontrollen werden auch im Umkreis der Stadt durchgeführt. Die Hotels der Stadt arbeiten mit zusätzlichem Wach- und Schutzpersonal.

In der Stadt patrouillieren Polizisten und Zivilstreifen mit Hunden, die für das Aufspüren von Sprengstoff ausgebildet sind. Außerdem wurde die Polizei in Cannes vor dem Start des Filmfestivals mit neuen Waffen ausgestattet. Die Polizisten tragen nun halbautomatische 9-Millimeter-Waffen, mit denen ohne Nachladen bis zu 17 Schüsse abgefeuert werden können. Sie zeigen nicht nur rund um das Festivalgelände Präsenz, sondern sind in der gesamten Stadt unterwegs. Das schadet zwar der unbeschwerten Atmosphäre, ist aber für die Sicherheit der Festivalteilnehmer, der Einheimischen und der Gäste unverzichtbar.

Quelle: Variety