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BfR: E-Zigaretten werden gefährlicher bewertet als notwendig

Foto E-Zigarette und Liquids

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bereits im vergangenen Jahr eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, wie die E-Zigarette von der Bevölkerung wahrgenommen wird – mit überraschendem Ergebnis.

Bei E-Zigaretten werden Liquids verdampft. Diese werden in der Regel in einen Fertig Coil Verdampfer gegeben. Die Liquids werden in Kartuschen verkauft und können in verschiedenen Geschmacksrichtungen, mit und ohne Nikotin erworben werden. Natürlich kann es durch das enthaltene Nikotin zu Gesundheitsschäden kommen, allerdings sind diese auch laut BfR nicht so groß, wie beim Konsum klassischer Zigaretten.

Umfrageergebnisse des BfR im Überblick

Das BfR hat für seine Umfrage 1.000 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt. Gut ein Viertel der Befragten rauchten Zigaretten, rund sechs Prozent gaben an, dass sie der E-Zigarette den Vorzug gewähren. Allerdings greifen von diesen sechs Prozent auch rund zwei Drittel zusätzlich zu herkömmlichen Zigarette.

84 Prozent und damit die überwältigende Mehrheit gab an, dass sie sich bewusst ist, dass E-Zigaretten gesundheitliche Risiken bergen könnten. Bei den E-Zigaretten-Nutzern lag die Zahl bei 65 Prozent. Meist werden dabei Auswirkungen auf die Lunge und in der Folge möglicherweise Krebs genannt. Allerdings sind sich die Befragten nicht einig darüber, ob nun die E-Zigarette oder die klassische Zigarette gefährlicher für die Gesundheit ist. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) gab an, dass sie das Risiko bei beiden Varianten als gleich hoch einstufen. Die übrigen 63 Prozent entschieden sich konkret für eine der beiden Varianten. Bei den E-Zigaretten-Nutzern verschiebt sich das Bild. Hier gaben zwei Drittel (67 Prozent) an, dass sie das Risiko der E-Zigaretten geringer als das Risiko der klassischen Zigarette ansehen.

Die E-Zigaretten-Nutzer schreiben den E-Zigaretten zudem positive Aspekte zu. So sei der Geruch angenehmer, die E-Zigaretten würden bei der Rauchentwöhnung helfen und auch die Schädlichkeit wird geringer angesehen. Anders sieht das bei den kompletten Nichtrauchern aus, über 90 Prozent von ihnen sehen in der E-Zigarette keine positiven Aspekte. Gut einer von fünf Befragten glaubt der Umfrage zufolge daran, dass die elektronische Alternative bei der Rauchentwöhnung helfen kann. Aber mehr als die Hälfte der Befragten widerspricht diesen Aussagen.

Gesundheitsrisiko durch klassische Zigaretten deutlich höher

Bereits 2012 hatte das BfR untersucht, wie sich die Inhaltsstoffe von E-Liquids, wie Nikotin, Vernebelungsmittel, Zusatz- und Aromastoffe auf die Gesundheit auswirken. Dabei kam heraus, dass diese Stoffe die Gesundheit durchaus beeinträchtigen können. Allerdings weist das BfR ausdrücklich auch darauf hin, dass das Gesundheitsrisiko, das von herkömmlichen Zigaretten ausgeht, deutlich höher ausfällt.

Quelle: BfR