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Badegewässer in Europa mit guter Qualität

Kaum lugt die Sonne erstmals mit voller Kraft hervor, wächst in den meisten von uns der Wunsch, endlich wieder zu baden. Und das können Sie auch mit gutem Gewissen tun, wie jetzt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur bestätigt. Im Bericht „Qualität der europäischen Badegewässer“, der jetzt in Brüssel veröffentlicht wurde, wird eines klar: Die Mehrzahl der Badestellen im In- und Ausland erfüllt wenigstens die Mindestanforderungen, erreicht häufig auch sehr gute Werte.

Die grundlegenden Daten zur Wasserqualität in Badegewässern

Insgesamt wurden 22.000 Badestellen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten, in der Schweiz und Albanien untersucht. Während der Badesaison 2013 wurden laufend neue Proben entnommen. Entscheidend für die Bewertung war das Vorkommen von zwei Bakterienarten:

  1. Escherichia coli (E. coli)
  2. Enterokokken

Das Vorkommen dieser Bakterien lässt den Rückschluss zu, dass die Gewässer durch Abwasser und tierische Exkremente verunreinigt sind. Nicht berücksichtigt wurde im aktuellen Bericht allerdings der Zustand rund um die Badegewässer. Eine gute Wasserqualität ist also nicht gleichzusetzen mit wenig Müll rund ums Wasser.

Deutschland erreicht gute Wasserqualität in Badegewässern

In Deutschland schafften es 97 Prozent der Badegewässer, die Mindestanforderungen zu erfüllen. 89,9 Prozent erhielten sogar das Prädikat „ausgezeichnet“. Allerdings sollten Deutschland-Urlauber 13 Badestellen meiden. Betroffen sind unter anderem der Sander See bei Haßfurt in Bayern, der Ostseestrand von Stein, einem Ort bei Laboe, der nordöstlich von Kiel liegt und das Freibad an der Ems, welches sich in Jengum bei Leer auf Ostfriesland befindet. Dagegen ist die Wasserqualität von Sachsens Badeseen als sehr gut zu bezeichnen.

Insgesamt hat man in Deutschland 2.296 Badegewässer untersucht und mehr als 13.000 Proben entnommen. 2.065 Badegewässer erhielten das Prädikat „sehr gut“ und punkteten mit einer exzellenten Wasserqualität. 130 weitere Badegewässer hatten immer noch eine gute Qualität aufzuweisen. 367 Meeresstrände wurden ebenfalls unter die Lupe genommen und bei 97,3 Prozent gab es eine gute bis sehr gute Wasserqualität.

Zypern und Luxemburg bieten die saubersten Badegewässer

Insgesamt zeigte sich die Europäische Umweltagentur zufrieden. In ganz Europa erfüllten 94 Prozent der getesteten Badeseen die Mindestanforderungen, wohingegen 83 Prozent das Prädikat „ausgezeichnet“ erhielten. Die Badegewässer an den Küsten schnitten dabei etwas besser ab als die in den Binnenregionen. Platz 1 im europäischen Ranking geht übrigens an Zypern und Luxemburg. In beiden Ländern waren alle Badestellen mit hervorragenden Ergebnissen untersucht worden.

TUI.com

Auch Malta schnitt sehr gut im Ranking ab. In den beliebten Urlaubsregionen rund ums Mittelmeer ist die Wasserqualität in der Regel zumindest befriedigend. In Griechenland waren 99,2 Prozent der Küstenbadestellen in Ordnung, in Spanien immerhin 96,9 Prozent. Auch Italien durfte sich bei 96,6 Prozent der Badegewässer über eine ausreichende Wasserqualität freuen. In Frankreich waren die Werte zumindest bei 94,1 Prozent der Küstenabschnitte in Ordnung.

Die meisten Mängel fand man dagegen in Albanien, wo 8,2 Prozent der Badegewässer durchfielen, in Estland, wo 5,7 Prozent mangelhaft waren und in den Niederlanden. Hier fielen 5,1 Prozent der untersuchten Badegewässer durch.