Angeborene Herzfehler bei Kindern sind keine Seltenheit

Bundesweit sind jährlich mehr als 600 Babys betroffen: Sie kommen mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt. Dank des medizinischen Fortschritts können die meisten dieser Kinder jedoch ein vergleichsweise normales Leben führen. Zum heutigen Tag des herzkranken Kindes ist Aufklärung nötig, denn viele Eltern sind mit der Diagnose Herzfehler schlichtweg überfordert. Deshalb sollen heute neue medizinische Möglichkeiten vorgestellt werden, die es den Kindern trotz des angeborenen Herzfehlers erlauben, ein weitestgehend normales Leben zu führen.

Diagnose: Herzfehler

Den Neugeborenen kann man den Herzfehler natürlich nicht ansehen. Die Diagnose muss daher mit medizinischen Hilfsmitteln, in den meisten Fällen per Herzultraschalluntersuchung, durchgeführt werden. Sollte der Verdacht bestehen, dass das Kind mit einem Herzfehler zur Welt kommen wird, kann bereits vor der Geburt eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser lässt sich der angeborene Herzfehler frühzeitig erkennen oder ausschließen.

Mehr als 100 verschiedene angeborene Herzfehler sind dabei möglich. Erste Anzeichen bei Neugeborenen könnte die Atemnot sein. Auch eine blaue Verfärbung der Haut lässt sich als Indiz für einen Herzfehler festhalten. Bei Kleinkindern kann die Kurzatmigkeit bei Belastung auf den Herzfehler hinweisen, ebenso wie ein schnelles Ermüden.

Gute Chancen für Kinder mit einem Herzfehler

Dank des medizinischen Fortschritts stehen die Chancen gut, dass mit einer OP oder einem Herzkatheter ein normales Leben geführt werden kann. Bei angeborenen Herzfehlern liegt die Langzeitüberlebensrate mittlerweile bei weit über 90 Prozent. Regelmäßige Kontrollen nach einem entsprechenden Eingriff sind aber in jedem Fall nötig. Anfangs sollten diese im Abstand weniger Wochen erfolgen. In Absprache mit dem Arzt können die Kontrolluntersuchungen später in Abständen von zwei bis drei Jahren durchgeführt werden.

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