Waren am Hamburger Elbstrand Hundehasser am Werk?

Am 1. Juli 2017 schreckte eine Nachricht die Hundebesitzer in Hamburg auf. An einem größeren Strandabschnitt der Elbe waren grau-braune Kugeln gefunden worden. Einige Hundebesitzer meldeten, dass ihre Tiere die Kugeln gefressen und danach Vergiftungserscheinungen gezeigt hatten. Daraufhin wurde der Bereich zwischen der Övelgönne und dem Restaurant „Strandperle“ komplett gesperrt und von den lokalen Sicherheitsbehörden untersucht. Die Kugeln wurden dabei vom Technischen Hilfswerk am Strand auf einer Länge von etwa drei Kilometern gefunden und sichergestellt. Auch die Feuerwehr und die Polizei waren nach Angaben der „Hamburger Morgenpost“ mit einem Großaufgebot vor Ort.

Untersuchungen bestätigten Giftanschlag auf Katzen und Hunde

Die Polizei Hamburg veröffentlichte auf Twitter noch am Samstag eine Karte mit den verdächtigen Bereichen entlang der Elbe. Sie bestätigte in der Mitteilung offiziell, dass bei Hunden tatsächlich Vergiftungserscheinungen beobachtet wurden. Ersten Untersuchungsergebnissen zufolge soll es sich um Fettkugeln handeln, an denen „Fäkalanhaftungen“ gefunden wurden. Der Verzehr durch Hunde wird von der Polizei als gefährlich eingeschätzt. Bis dato gibt es keine konkreten Angaben zu dem in den offenbar von Tierfeinden gezielt ausgelegten Kugeln enthaltenen Giftstoff. Deshalb wurde von den Sicherheitsbehörden in Hamburg auch das Umweltschutzamt eingeschaltet.

An dem Strandabschnitt ist noch immer Vorsicht geboten

Inzwischen ist der Strandabschnitt vom Technischen Hilfswerk gereinigt worden. Aber es gibt dennoch keine hundertprozentige Sicherheit, dass dort noch vereinzelte Exemplare der Giftkugeln liegen könnten. Hundebesitzer sollten ihre Tiere deshalb dort auch in den nächsten Tagen besser nicht unangeleint laufen lassen und außerdem beobachten, womit sich die Tiere beschäftigen. Das gilt analog auch für Katzen.

Der Anschlag auf Hunde in Hamburg ist nicht die erste Aktion dieser Art. In der Vergangenheit wurden auch in anderen Großstädten bereits Köder gefunden, durch welche Hunde geschädigt und sogar getötet werden sollten. Offenbar reicht die im Paragrafen 17 des Tierschutzgesetzes für Tierquälerei und Tiertötungen angedrohte Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren als Abschreckung nicht aus.

Quelle: Hamburger Morgenpost, Twitter, Tierschutzgesetz