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Waldumbau & Waldbrandprävention: Wie ist die Situation in Deutschland?

Mit Blick auf die Folgen des Klimawandels gewinnt die Waldbrandprävention auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Der aktuelle Stand entspricht jedoch längst nicht den Zielen.

Die Situation bei der Waldbrandprävention in Deutschland war Gegenstand einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, zu der inzwischen eine Antwort der Bundesregierung vorliegt. Danach sollen sich die Ausgaben des Bundes für den Umbau der Wälder und „zur Bewältigung von Extremwetterfolgen“ in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.

Welche Gelder sind für den Waldumbau in Deutschland geplant?

Nach der Antwort der Bundesregierung wurden in den Jahren 2014 bis 2017 in allen Bundeländern zusammen etwa 25,1 Millionen Euro zur Stabilisierung der Wälder und zur Wiederaufforstung nach Unwetterschäden ausgegeben. Die gleiche Summe sollte nach den ursprünglichen Plänen auch für 2019 bis 2024 zur Verfügung stehen. Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, diesen Betrag kräftig aufzustocken. Statt der geplanten 5 Millionen Fördermittel zum Waldumbau sollen in bis 2023 nun 10 Millionen Euro pro Jahr von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen die Mittel, mit denen sich die einzelnen Bundesländer an der Beseitigung von Unwetterschäden und der Waldbrandprävention beteiligen müssen. Insgesamt kommen dadurch 16,7 Millionen Euro pro Jahr zusammen. Weitere 25 Millionen Euro pro Jahr kommen den Wäldern in Deutschland aus den Fördergeldern des Bundes für den Waldklimafonds zugute. Sie stehen hauptsächlich für Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an die Folgen des Klimawandels bereit.

Viele Wälder in Deutschland müssen dringend angepasst werden

Die größten Waldbrandrisiken bestehen in reinen Nadelwäldern sowie in Laubwäldern mit einem hohen Anteil der Beimischung von Nadelbäumen. Den höchsten Anteil der Nadelbaumbeimischung hat Bayern mit 20,9 Prozent und einer Fläche von rund 520.000 Hektar. Auf dem zweiten Platz liegt Baden-Württemberg mit 17,3 Prozent und einer Fläche von rund 230.000 Hektar. In Thüringen finden sich auf rund 81.000 Hektar und damit auf 15,8 Prozent der gesamten Waldflächen erhebliche Anteile bei der Beimischung von Nadelgehölzen. Auch bei den Flächen mit einem guten Mischungsverhältnis von Nadelgehölzen und Laubbäumen sind Baden-Württemberg (39,3 Prozent aller Waldflächen) und Bayern (39,2 Prozent aller Waldflächen) die Spitzenreiter.

Quelle: Deutscher Bundestag Drucksache 19/13844