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Umstieg aufs Rad ankurbeln

Umweltschutz gewinnt in Zeiten des Klimawandels an Bedeutung. Dafür lassen sich Regierungen einiges einfallen. So will Deutschland den Verkehr in Ballungsräumen durch die Förderung von Radschnellwegen entlasten. Diese müssen so ausgelegt sein, dass sie einen schnellen und störungsfreien Verkehr ermöglichen. Dies soll mit einer vier Meter breiten Fahrbahn realisiert werden. Außerdem sollen nur solche Radschnellwege gefördert werden, auf denen wenigstens 2.000 Radfahrten am Tag zu erwarten sind. Ebenfalls gilt als Fördervoraussetzung, dass die Radschnellwege nicht in erster Linie den touristischen Zwecken dienen sollen, sondern vielmehr in den Berufsverkehr integriert werden können.

Förderung für Radschnellwege bis 2030

Die Kommunen und Länder können befristet bis 2030 entsprechende Zuschüsse anfordern. So sieht es der Gesetzentwurf des Verkehrsministeriums vor. Bereits im laufenden Jahr sind 25 Millionen Euro für das Projekt im Haushalt eingeplant. Ab 2022 sollen die Fördermittel dann nach und nach abgesenkt werden. Allerdings müssen Bundestag und Bundesrat dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

Befürworter des Gesetzentwurfes sehen Radschnellwege vor allem in Metropolregionen und urbanen Räumen als sinnvolles, interessantes Instrument der Verkehrsplanung. Mit den Radschnellwegen könnten Staus vermieden werden und Lärm und Schadstoffe in den Städten ließen sich absenken. In einer ersten Umfrage hätten Länder Bedarf für rund 1.400 Kilometer Strecke angemeldet.

In Frankreich setzt man auf Kaufprämie für Pedelecs

Im benachbarten Frankreich gedeihen ähnliche Überlegungen, um zum Umstieg auf das Rad zu animieren und die Umwelt zu entlasten. Der Staat will dafür ab März eine Kaufprämie für Pedelecs zahlen. Die staatliche Prämie für das Rad mit Elektroantrieb soll bis zu 200 Euro betragen und einfach im Internet beantragt werden können.

Die Zuschüsse sollen nach Angaben der Dienstleistungsbehörde ASP und des Umweltministeriums für neue Fahrräder mit Hilfsmotor gezahlt werden. Zunächst soll die Förderung bis Ende kommenden Jahres gewährt werden. Der französische Staat zahlt bis zu 20 Prozent des Kaufpreises, höchstens jedoch 200 Euro. Die Prämie wird aber pro Käufer nur einmalig gewährt.

Zudem werden nur Neufahrräder gefördert, die mit modernen Lithium-Ionen-Akkus daherkommen. Antriebe, die noch auf Bleibasis arbeiten, sind von der Förderung ausgenommen. Außerdem werden nur Pedelecs gefördert, deren Tretunterstützung ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h gedrosselt ist.

Auch in Deutschland fordern viele Fahrradverbände eine solche Kaufprämie, bisher allerdings vergeblich. Der Bundesrat hatte zwar im Herbst letzten Jahres entsprechende Pläne ins Gespräch gebracht, allerdings unterstützt die Bundesregierung diese Pläne nicht.

Quelle: AFP