Alltagsmagazin.de

News und Tipps aus allen Lebensbereichen

Stiftung Warentest stellt Kinderräder auf den Prüfstand

Charging electric bikes in the city. Urban green transportation. Horizontal

Die Stiftung Warentest hat Fahrräder für Kinder auf den Prüfstand gestellt – mit ernüchterndem Ergebnis. Insbesondere die hochpreisigen Räder fielen im Test negativ auf, vor allem Materialprobleme waren Schuld daran. Das günstigste Modell schnitt dagegen gut ab.

Für den Produkttest sind Grundschulkinder befragt worden, die mit zwölf verschiedenen 20-Zoll-Fahrrädern unterwegs waren. Diese sind ab sechs bis sieben Jahren empfohlen. Die Kinder durften auf den Rädern probefahren. Zwar waren die Kinder nicht sonderlich streng, doch auch die erwachsenen Fachleute bestätigten, dass alle Modelle in der Kategorie „Fahren“ mit der Note „gut“ bestehen konnten.

Woom 4 erreichte kleinen Vorteil

Das Woom 4 mit 8,5 Kilogramm Gewicht und damit das leichteste Rad im Test, erreichte einen kleinen Vorteil in dieser Kategorie. Mit 575 Euro war es allerdings auch das teuerste Rad im Test. Vor allem Eltern nutzen gerne Fahrräder mit geringem Eigengewicht für den Einstieg ins Radfahren. Allerdings sind die Lieferzeiten aktuell lang, so dass selbst gebrauchte Fahrräder mittlerweile über dem Neupreis verkauft werden.

Günstigere Kinderfahrräder (Hinweis) gibt es natürlich auch, allerdings bringen diese rund zwölf bis 15 Kilogramm auf die Waage. Für Kinder sind diese Räder nur schwer zu heben. Auf dem Sattel sitzend kamen die Kinder allerdings auch mit diesen Fahrrädern gut zurecht.

Dauerbelastungstest zeigt erhebliche Unterschiede auf

Im Labor wurden die Fahrräder einem Dauerbelastungstest unterzogen, bei dem sich eindeutig die Spreu vom Weizen trennte. So bildeten sich an der Tretkurbel des Woom 4 wiederholt Risse. Beim Fahrrad von Winora ist die Sattelklemmung gerissen. Insgesamt fünf der zwölf getesteten Räder wurden in „Sicherheit und Haltbarkeit“ als mangelhaft bewertet.

Zudem gab es bei einigen Rädern Probleme mit Schadstoffen. So hat man etwa den Weichmacher DPHP in einigen Sattelbezügen gefunden, der in Kinderprodukten nicht eingesetzt werden sollte. Ein akutes Risiko geht davon allerdings nicht aus, so dass dieses Kriterium in die Gesamtbewertung kaum einfloss.

Das beste Modell im Test war das Puky Skyride 20-3 Alu Light. Allerdings handelt es sich dabei um Auslaufmodell. Ebenfalls die Note „gut“ erreichten das Cube Kid 200 Street und das City Bike 20 Zoll D4 Rock. Letzteres war übrigens das günstigste Rad im Test.

Quelle: ak