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Schneechaos: Wie ist der aktuelle Stand?

Nicht nur der Süden von Deutschland ist von dem Schneechaos betroffen. Auch in Österreich gibt es massive Probleme. Die Lage wird sich in den nächsten Stunden weiter zuspitzen.

Das Schneechaos macht nicht nur den Autofahrern zu schaffen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist vielerorts deutlich eingeschränkt. In Österreich ist es bereits so schlimm, dass stellenweise sogar Evakuierungen angeordnet werden müssen. In Bayern musste lokal der Katastrophenfall ausgerufen werden.

Schneechaos verursacht Lawinen, Staus und Gefahren in den Wäldern

Die Forstämter in Bayern warnen vor dem Betreten der Wälder. Die Schneelast auf den Bäumen ist so hoch, dass jederzeit größere Äste abbrechen und ganze Bäume umstürzen können. Im gesamten Alpenvorland gilt aktuell die zweithöchste Warnstufe bei der Einschätzung der Lawinengefahr. In Österreich ist die Lage noch brisanter. Vor allem in der Steiermark gilt vielerorts Katastrophenalarm. Die Bürgermeister der Kommunen wurden dazu ermächtigt, nach eigenen Einschätzungen Evakuierungen in lawinengefährdeten Gebieten anzuordnen. Knapp 300 Gebäude sind derzeit in Österreich von Lawinenabgängen unmittelbar bedroht. Dort wird bereits vor sämtlichen Aktivitäten im Freien gewarnt.

In Bayern spitzt sich die Lage ebenfalls immer mehr zu. In einigen Orten müssen die Schulen geschlossen bleiben, weil die Schulbusse nicht fahren können. Inzwischen wurde auch der Zugang zu einigen Gebäuden bereits gesperrt. Dort sind die maximalen Schneelasten auf den Dächern überschritten, sodass sie jederzeit zusammenbrechen können. Der starke Wind macht es zu gefährlich, den Schnee von den Dächern zu schaufeln. Ein Beispiel dafür ist eine Eishalle in Bad Wörishofen. Autofahrer müssen in Bayern mit zahlreichen Straßensperrungen rechnen. Die Räumdienste sind den Schneemassen nicht mehr gewachsen. Wer auf die Autobahnen ausweichen will, trifft auf riesige Staus. Der ADAC wies zeitweise auf einzelnen Autobahnen Staus von bis zu 20 Kilometer Länge aus.

Wie geht es in den nächsten Stunden weiter?

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert noch bis Freitag für das Alpenland, das Alpenvorland und das Erzgebirge ergiebige Schneefälle. Im Durchschnitt wird mit weiteren Neuschneemengen zwischen 30 und 50 Zentimetern gerechnet. In Staulagen können bis Freitag noch einmal bis zu 90 Zentimeter Neuschnee hinzukommen. Die Schneefallgrenze ist inzwischen bis auf 400 Meter über dem Meeresspiegel gesunken. Dadurch weitet sich das Schneechaos auf immer größere Regionen im Süden und Südosten Deutschlands aus. Auch in den anderen Mittelgebirgen kann es nach den aktuellen Prognosen des DWD bis zum Donnerstag bis zu 30 Zentimeter Neuschnee geben. Ein kleiner Lichtblick sind die Prognosen zur Windstärke. Die Sturmböen sollen im Laufe des Mittwochnachmittags mit Ausnahme der Küstenregion und der höheren Berglagen etwas Kraft verlieren. Trotzdem wird weiterhin vor massiven Schneeverwehungen gewarnt.

Quelle: ADAC, DWD, Augenzeugen