Rosenkrieg Johnny Depp & Amber Heard dauert unvermindert an

Schon seit 2016 tobt ein erbitterter Rosenkrieg zwischen Amber Heard und Johnny Depp. Obwohl das Paar schon seit drei Jahren geschieden ist, hören die Auseinandersetzungen nicht auf.

Immer wieder erhob Amber Heard schwere Vorwürfe gegen Johnny Depp, die allerdings zu keinem Zeitpunkt bewiesen werden konnten. Dennoch hörte sie damit nicht auf. Zu Beginn des Jahres reichte es Johnny Depp. Seine Anwälte erhoben eine Klage wegen Verleumdung gegen seine Ex-Ehefrau und forderten eine Schadenersatzzahlung.

Warum will Johnny Depp Schadenersatz von Amber Heard haben?

Zu Beginn der Auseinandersetzungen, die in der 2016 eingereichten und im Januar 2017 rechtkräftig gewordenen Scheidung gipfelten, behauptete Amber Heard, dass sie von Johnny Depp geschlagen worden wäre. Der Eklat soll an einem Freitag passiert sein und wurde von Amber Heard am darauffolgenden Montag zur Anzeige gebracht. Den Gegenbeweis lieferte sie damals selbst, indem sie auf Instagram mehrere Fotos von einer Party am dazwischenliegenden Wochenende postete. Von den ihr durch einen angeblichen Wutausbruch von Johnny Depp zugefügten Verletzungen war darauf nicht einmal ansatzweise etwas zu sehen.

Auch in der Folgezeit verwickelte sich Amber Heard mehrfach in Widersprüche. So behauptete sie beispielsweise, einen im Rahmen der Scheidung angesetzten Termin wegen eines Modeljobs in London nicht wahrnehmen zu können. Tatsächlich wurde sie von mehreren Zeugen zu diesem Zeitpunkt in Los Angeles gesehen. Insider gehen deshalb davon aus, dass sie die aufkommende MeToo-Bewegung nutzen wollte, um Johnny Depp kräftig abzuzocken. Der Angriff ging nach hinten los. Johnny Depp stimmte einem Vergleich zu, um endlich seine Ruhe zu haben. Die vereinbarte Schadenersatzsumme überwies er vereinbarungsgemäß an zwei gemeinnützige Einrichtungen. Trotzdem behauptete seine Ex-Ehefrau mehrfach, er hätte die Zahlungen nicht geleistet.

Was ist Gegenstand der aktuellen Auseinandersetzung?

Zu Jahresbeginn 2019 druckte die Washington Post einen Kommentar von Amber Heard, in dem sie ausführlich über häusliche Gewalt sprach. Dort hieß es wörtlich, sie hätte „in der Realität erlebt, wie Männer geschützt werden, denen Missbrauch vorgeworfen wird“. Obwohl sie den Namen ihres Ex-Ehemanns dabei nicht explizit benannte, war jedem Leser klar, dass sich die Anspielungen auf ihn bezogen. Das war für Johnny Depp und seine Anwälte zu viel. Sie reichten im März 2019 eine Klage wegen Verleumdung ein und forderten eine Schadenersatzsumme von 50 Millionen Dollar. Die Summe ist durchaus berechtigt, denn die niemals bewiesenen Vorwürfe seiner Ex-Ehefrau hatten unter Anderem dazu geführt, dass Disney eine Fortsetzung der „Fluch der Karibik“-Reihe mit Johnny Depp in der Hauptrolle ausgeschlossen hatte. Allerdings gab es dazu nie ein offizielles Statement des Unternehmens oder des dafür zuständigen Produzenten. Lediglich die von Jerry Bruckheimer für einen angedachten Teil 6 engagierten und inzwischen wieder entlassenen Drehbuchautoren gaben einige Hinweise darauf, dass es die Rolle des Jack Sparrow nicht mehr geben würde.

Der nun anstehende Prozess dürfte erneut für öffentliche Aufmerksamkeit sorgen, denn Amber Heard hat die Anwältin Roberta Kaplan mit ihrer Vertretung beauftragt. Roberta Kaplan hat mit solchen Prozessen bereits Erfahrung, denn sie vertrat beispielsweise auch Melanie Kohler, die behauptet hatte, von Brett Ratner vergewaltigt worden zu sein. Kaplan kündigte bereits an, mit der Vertretung von Amber Heard einen Präzedenzfall schaffen zu wollen. Sie betrachtet die Schadenersatzklage laut einem Statement als Missbrauch des Rechtssystems. Johnny Depp wird von der Kanzlei des Anwalts Adam Waldman vertreten.

Quelle: Washington Post, Deadline