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Rekordhalter: Die größten Diamantenminen der Welt

Schriftzug Statistik

Die Ausbeute der weltgrößten Diamantenminen ins für Investoren vor allem in Krisenzeiten interessant. Deshalb finden sie Eingang in unsere kleine Reihe der Weltrekordhalter.

Warum stehen die Produkte der größten Diamantenminen der Welt so hoch im Kurs? Die Antwort ist einfach. Vor allem Rohdiamanten erwiesen sich in der Vergangenheit als sehr wertstabil. Bei den Edelsteinen fielen die Kursschwankungen deutlich geringer aus als vergleichsweise bei Gold. Damit bewegt sich das spekulative Risiko für Investoren in einem überschaubaren Bereich. Zudem sind auch für größere in Diamanten angelegten Geldsummen keine voluminösen Tresore notwendig, sondern ein gutes Bankschließfach reicht völlig aus.

Wo befindet sich die größte Diamantenmine der Welt?

Den Spitzenplatz bei den produzierten Mengen in Karat hält derzeit die Debswana Diamond Company Limited mit Sitz in Gaborone im afrikanischen Botswana. Sie betreibt insgesamt vier Minen mit den Namen Damtshaa, Jwaneng, Letlhakane und Opara. Ein Blick auf die Mengen zeigt die globale Bedeutung dieser Diamantenminen. Pro Jahr wälzen die Bagger rund 150 Millionen Tonnen Gestein und Erde mit den wertvollen Edelsteinen um. Etwa 21 Millionen Tonnen werden der Bearbeitung in den Gesteinsmühlen sowie den Rütteltischen, Sortiersystemen und Waschanlagen zugeführt. Die prozierte Jahresmenge an Diamanten lag in den letzten Jahren bei mehr als 20 Millionen Karat.
Für den Staat Botswana hat sich die Edelsteinförderung zu einer der wichtigsten Einnahmequellen entwickelt, denn die Minen gehören einem Joint Venture, an dem die Regierung des Landes zu 50 Prozent beteiligt ist. Inzwischen stammt mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts von Botswana aus den Erlösen der Diamantenminen. Der zweite Eigner des Unternehmens ist die Anglo American plc mit Sitz in London. Der Konzern realisiert die Diamantenförderung in Botswana über seine Mehrheitsbeteiligung an der 1888 gegründeten und ebenfalls in London beheimateten De Beers Limited.

Wer betreibt außerdem Vertreter der weltgrößten Diamantenminen?

Zu den führenden Playern im Bereich Rohdiamanten gehört die russische Aktiengesellschaft ALROSA. Das Unternehmen trägt mehr als ein Viertel zur jährlichen Diamantenförderung bei. Seit dem Jahr 2013 gehört ALROSA zu den Lieferanten von Großdiamanten für „Sotheby’s“ (eines der bedeutendsten Auktionshäuser der Welt mit Hauptsitz in New York. Die mit Abstand umfangreichste Diamantenförderung betreibt der russische Konzern im Umfeld von Udachny. Allein in der „Lucky Tube“ in Udachny (alternative Schreibweise Udatschny) werden pro Jahr Diamanten mit rund 1,6 Millionen Karat bewegt. Sie zählt sich inzwischen zu den tiefsten Gruben der Welt, in denen die Diamantenförderung im Tagebau-Verfahren erfolgt. Doch die ALROSA AG ist auch in anderer Hinsicht sehr bedeutsam. In ihren Minen lagern gigantische Mengen Diamanten, die noch darauf warten, ans Tageslicht befördert zu werden. In dieser Kategorie landet Udachny unter den Minen des russischen Unternehmens ebenfalls auf dem Spitzenplatz.

Welche Ausbeute liefern die größten Diamantenminen der Welt?

Die durchschnittliche Ausbeute pro Tonne Gestein und Erde liegt in Udachny bei 1,32 Karat. Das wird jedoch von „Alkhal Gok“ überboten. Dort lagern rund 4 Karat Diamanten pro Tonne Erdreich. Nach 45 Jahren musste in der Alkhal-Mine der Abbau jedoch vom Tagebau-Verfahren auf den wesentlich teureren unterirdischen Abbau umgestellt werden. Den Spitzenplatz bei den diamantenhaltigsten Minen von ALROSA nimmt jedoch die „Botuobinskaya-Mine“ ein. Dort lassen sich pro Tonne Erdreich im Schnitt 5,64 Karat Diamanten gewinnen. Die Mine wurde 2015 erschlossen und hat ihr volle Förderkapazität noch nicht erreicht. Sie soll bei maximaler Produktion Diamanten mit mehr als 2 Millionen Karat ans Tageslicht bringen.

Quelle: Debswana Diamond Company, ALROSA