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Ponte Maria Pia: Ein Projekt von Gustave Eiffel feiert Geburtstag

Die Eisenbahnbrücke Ponte Maria Pia gehört zu den Ingenieursleistungen, die unter einem besonderen Schutz stehen. Sie wurde am 4. November 1877 in Betrieb genommen und stammt aus der Feder von Gustave Eiffel. Heute gehört die stählerne Brücke zu den Wahrzeichen der portugiesischen Stadt Porto. Interessant ist die einstige Eisenbahnbrücke deshalb, weil bei ihr die Bauprinzipien eingesetzt wurden, die Gustave Eiffel eigens für den nach ihm benannten Turm in Paris hatte patentieren lassen. Aufgrund der vorhandenen Beschränkungen der Geschwindigkeit und des eingleisigen Ausbaus wurde sie 1991 zu Gunsten einer neuen Brücke in der unmittelbaren Nachbarschaft außer Betrieb genommen.

Pointe Maria Pia war zur Eröffnung ein Rekordhalter

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Bautechnik noch nicht so weit fortgeschritten, dass große Distanzen mit einem Element überbrückt werden konnten. Deshalb konnte sich Gustave Eiffel mit seinem realisierten Entwurf damals mit 160 Metern einen weltweiten Rekord bei der Spannweite sichern. Insgesamt zählt die Eisenbahnbrücke mit einer Gesamtlänge von 563 Metern heute zu den kleineren Exemplaren. Die Ponte Maria Pia im Norden Portugals schloss zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung eine erhebliche Lücke, die durch den Einsturz der vorherigen Brücke im Jahr 1809 entstanden war. Eine beeindruckende Leistung für die damalige Zeit war, dass die stählerne Eisenbahnbrücke in einer Bauzeit von nur zwei Jahren errichtet wurde.

Wissenswerte Fakten zu Gustave Eiffel

Gustave Eiffel war ein französischer Bauingenieur mit deutschen Vorfahren. Er wurde mit dem vollständigen bürgerlichen Namen Alexandre Gustave Bonickhausen dit Eiffel in Dijon geboren und verbrachte sein späteres Leben in Paris. Dort hat er mit dem Eiffel-Turm den bedeutendsten Teil seines Lebenswerks hinterlassen. Zu seinen Werken gehören außerdem beispielsweise die Passarelle Eiffel in Bordaux und die Viadukte Rouzat-sur-la-Sioule und Garabit. Doch er beschäftigte sich nicht nur mit dem Brückenbau. Auch mit dem Bau des Budapester Westbahnhofs wurde er zum Ende des 19. Jahrhunderts beauftragt. In Mexiko hat er mit der Kirche von Santa Barbara in Santa Rosalia ein bleibendes Vermächtnis hinterlassen. Auch in Manila auf den Philippinen kann eines der Werke von Gustave Eiffel bewundert werden. Dabei handelt es sich um die Basilica de San Sebastián.

Quelle: structurae.de, gustaveeiffel.com