Pferd verklagt ehemalige Besitzerin auf 100.000 US-Dollar

Im US-Bundesstaat Oregon hat jetzt ein Pferd wenigstens 100.000 US-Dollar von seiner einstigen Besitzerin gefordert, die es vernachlässigt haben soll.

Pferd und „Animal Legal Defense Fund“ wehren sich

Das Pferd hatte Läuse und Erfrierungen und war ausgemergelt. Heute trägt es den Namen Justice, was zu Deutsch so viel wie Gerechtigkeit bedeutet. Deshalb hat jetzt das achtjährige Pferd in Oregon seine Vorbesitzerin verklagt. Natürlich hat nicht das Pferd selbst Klage erhoben, sondern die Nichtregierungsorganisation „Animal Legal Defense Fund“ im Namen des Pferdes.

Das zumindest haben mehrere US-Medien, darunter „The Oregonian“ und der Sender „ABC“ berichtet. Demnach wurde die einstige Besitzerin Gwendolyn V. verklagt, weil Justice extrem abgemagert war. Anwalt Matthew Liebman, der Justice vertritt, sprach gegenüber ABC von einem Körpergewicht, das 300 Pfund unter dem normalen Körpergewicht eines Pferdes lag.

Darüber hinaus habe Justice an einer Penis-Erfrierung gelitten, die über Monate hinweg nicht behandelt wurde. Man geht deshalb davon aus, dass das Pferd im Winter ohne Futter und Unterstand im Freien gelassen wurde.

Ehemalige Pferdebesitzerin wehrt sich gegen Vorwürfe

Ganz anders stellt es Gwendolyn V. dar, die davon berichtet, dass sie vom Gesundheitszustand des Pferdes offen berichtet habe, als sie es abgegeben habe. Zudem habe sie mit den neuen Pflegern von Justice, der damals noch Shadow hieß, ausgemacht, die Kosten für seine Pflege zu übernehmen.

Bereits seit lebt der achtjährige Hengst jetzt in einer Pferde-Rettungseinrichtung. Gwendolyn V. bezeichnete die Klage ihres einstigen Pferdes als „empörend“. Die Anwälte von Justice wollen wenigstens 100.000 US-Dollar für das Tier erstreiten. Das Geld soll laut ABC-Berichten in eine Stiftung fließen und die Kosten für die tierärztlichen Behandlungen des Hengstes abdecken.

Liebman erklärte zu dem ungewöhnlichen Fall, dass Pferde durchaus Menschen verklagen könnten, vor allen Dingen in Oregon. Schon 2014 hatte der Supreme Court von Oregon entschieden, dass auch Tiere Opfer von Verbrechen werden können. Daher sei eine Klage gerechtfertigt.

Quelle: bbr