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Belgischen Rasern winken Rabatte | Alltagsmagazin.de

Belgischen Rasern winken Rabatte

Notorische Raser wissen um ihr Problem – schließlich belastet es die Haushaltskasse immer wieder. Doch in Belgien soll jetzt eine Methode getestet werden, die es Rasern erlaubt, ihre Strafe nachträglich abzumildern. So sollen Autofahrer, die sich nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung mit einer Blackbox überwachen lassen, einen Rabatt auf ihr Bußgeld bekommen.

Blackbox soll einsichtige Fahrweise dokumentieren

Das Pilotprojekt soll in Belgien ab dem Sommer starten. Wer sich bereit erklärt, sein Fahrverhalten mit einer Blackbox überwachen zu lassen, soll seine Strafe abmildern oder gar vollständig umgehen können. Der kleine Kasten, der im Auto kaum auffällt, soll die Fahrweise aufzeichnen und überwachen, ob diese einsichtig und defensiv ist.

Um dies zu ermitteln, erfasst die Blackbox Verkehrsdaten, wie Geschwindigkeit und Position des Fahrzeugs in Echtzeit. Benoît Godart, Sprecher des verantwortlichen Vias-Instituts für Verkehrssicherheit erklärte dazu, das an dem Projekt all jene Menschen teilnehmen können, die schon einmal wegen zu schnellen Fahrens verurteilt wurden. Das Gerät selbst kostet allerdings 250 Euro. Wie aus dem aktuellen Vias-Bericht hervorgeht, sollen die Teilnehmer an dem Projekt die von ihnen geforderten Geldbußen nicht nur senken, sondern zum Teil Sanktionen bei angemessener Fahrweise sogar ganz umgehen können.

In Deutschland gibt es Rabatte bei Versicherungen

Auch in Deutschland gibt es entsprechende Blackboxen schon seit langem. Trotzdem werden sie hierzulande nicht dafür eingesetzt, Bußgelder zu verringern. Trotzdem gibt es einige Kfz-Versicherungen, die mit vergünstigen Tarifen locken, wenn man bereit ist, sein Fahrverhalten von dem kleinen blauen Kasten überprüfen zu lassen.

Die als Telematik-Tarife bekannten Tarife richten sich in der Höhe der Versicherungsprämien nach der Fahrweise des PKW-Halters. Dabei gilt: Je entspannter und umsichtiger der Fahrer fährt, desto geringer fallen seine Beiträge aus.

Das Modell stößt in Belgien ebenfalls auf Interesse. Wie eine Umfrage des belgischen Versicherungsverbandes Assuralia ergab, hätte gut die Hälfte der belgischen Autofahrer kein Problem mit einer Black Box, die sämtliche Fahrdaten aufzeichnet. Voraussetzung für diese Bereitschaft ist allerdings, dass dann auch die Versicherungsbeiträge sinken.

Quelle: dpa