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Niederlande zahlen Ausbildung zum Hellseher

Dass die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Deutschland so einige Maßnahmen für Arbeitslose finanzieren, deren Sinnhaftigkeit in Frage gestellt wird, ist längst bekannt. In den Niederlanden sieht es allerdings auch nicht besser aus. Wie ein Sprecher des niederländischen Arbeitsamtes am Freitag in einem Radio-Interview mitteilte, zahlt das Amt unter anderem für die Umschulung zum „spirituellen Telefonratgeber“.

1.000 Euro Umschulungskosten pro Person

Ein privates Unternehmen ist für die Ausbildung verantwortlich und verlangt pro „Azubi“ 1.000 Euro für die Umschulung. Dabei lernen die Arbeitslosen, wie man Tarotkarten liest, das Schicksal eines Menschen in einer Kristallkugel auswertet und vieles mehr. Zusätzlich wird sogar ein Wochenende in den belgischen Ardennen angeboten, an dem man sich intensiv in der Reinkarnation üben kann.

Wie das Unternehmen verspricht, handelt es sich um ein „allround paranormales Training“, mit dem die Umschüler umfassendes Wissen in diesem Bereich vermittelt bekommen. Außerdem verspricht man einen sicheren Arbeitsplatz.

Jobgarantie sorgt für Kostenübernahme

Wie der Sprecher des niederländischen Arbeitsamtes weiter ausführte, handele es sich um eine anerkannte Ausbildung. Demnach könnten die Kosten übernommen werden. Zudem gewähre das Unternehmen eine Jobgarantie, so dass auch dies für die Kostenübernahme durch die Behörde spricht.

Allerdings werden die Kosten der Umschulung nur für ältere Langzeitarbeitslose übernommen, bisher immerhin sieben Personen über 50 Jahren. Nach der Ausbildung könnten die Langzeitarbeitslosen bei einem spirituellen Telefondienst arbeiten und dort immerhin 29 Cent pro Minute verdienen, also 17,40 Euro in der Stunde.

Quelle: Focus