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NASA braucht Hilfe der Amateurfunker bei der Raumsonde „ICE“

Die Bezeichnungen „ICE“ Und „ISEE-3“ machen derzeit unter den Amateurfunkern die Runde. Beide beziehen sich auf eine Raumsonde, die im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der NASA und der ESA im Jahr 1978 in eine elliptische Umlaufbahn um die Erde gebracht wurde. 21 Jahre lang lieferte die Raumsonde den Wissenschaftlern wichtige Daten zur Erforschung der Kometen, der Sonne und der Erde. 1997 wurden die Datendienste der „ICE“ angeschaltet. Nun sollen Amateurfunker der NSA dabei helfen, die Raumsonde zu kontaktieren.

Die Ziele der Aktion der Amateurfunker

Bis Jahresanfang 2014 hatte niemand etwas von der Raumsonde „ICE“ gehört. Dann gab es Hinweise, dass sie in den nächsten Wochen der Erde wieder ziemlich nahe kommt. Die NASA scheut den Aufwand, der dabei entstünde, wenn sie selbst wieder Kontakt zur Raumsonde „ICE“ aufnehmen. Erste Signale haben deutsche Wissenschaftler eingefangen, berichtete Thilo Elsner von der Sternwarte Bochum der Presse stolz. Sie deuten darauf hin, dass sich die Raumsonde in einem Schlafmodus befindet. Gelingt es den Amateurfunkern, die Systeme der Raumsonde „ICE“ wieder zu starten, sollen die gelieferten Informationen jedoch nicht nur an die NASA und die ESA gehen, sondern der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Welche Daten könnte die Raumsonde „ICE“ noch liefern?

Um die Systeme hochfahren und die Raumsonde „ICE“ wieder zum Liefern wichtiger Daten zu bringen, muss sie näher an die Erde gebracht werden. Das bedeutet einen Eingriff in die Steuerung, für den allerdings noch rechtliche Dinge geprüft werden müssen. Studenten könnten vom ständig möglichen Ausblick in die Tiefen des Weltalls profitieren. Ein wichtiger Punkt der Forschung wird das Verhalten verschiedener Materialien sein, die längere Zeit den Bedingungen im Weltraum ausgesetzt waren. Mit dem Kontakt zur „ICE“ könnten die bisherigen Erkenntnisse zum Verschleißverhalten der Weltraumtechnik erheblich erweitert werden. Die Chancen für eine Reaktivierung der Raumsonde „ICE“ stehen gut. Aktuelle Prüfungen ergaben, dass ein Großteil der Systeme noch intakt ist. Auch ist in der Raumsonde noch genügend Treibstoff vorhanden, um die notwendigen Kurskorrekturen durchzuführen.